Eishockey
Die Jungen sollen es für die Stars nächste Saison richten

Läuferisch und physich besser gewappnet will Coach Daniel Meier mit seinen Argovia Stars die nächste 1.-Liga-Saison in Angriff nehmen. Dafür wird jetzt schon hart geschufftet.

Fabio Baranzini
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Balance ist alles....
Ein Schluck in Ehren kann niemand verwehren...
...und noch einen Schluck....
Eine graziöse Haltung....
Links-rechts-links-recht....
Coach Daniel Meier zeigt, wo es lang geht....
Und noch einen Schluck....

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Baranzini

Die Intensität des Trainings ist enorm hoch. Elf verschiedene Posten müssen je zwei Mal absolviert werden. 15 Sekunden Vollgas geben; Sprünge, Sprints und viele Richtungswechsel. Dann 15 Sekunden verschnaufen und weiter gehts. 11 Minuten dauert ein Durchgang. Argovia-Stars-Coach Daniel Meier nimmt seine Schützlinge hart ran. Der ehemalige NLA-Crack leitet in dieser Saison erstmals das Sommertraining und setzt dabei neue Akzente. Schnelligkeit, Sprungkraft und Beweglichkeit stehen im Zentrum. Es ist kein Zufall, dass Meier das Sommertraining intensiviert hat und einen neuen Fokus legt. Schliesslich sollen die Stars in der kommenden Saison mit einem flexibleren Spielsystem auflaufen. «Wir wollen uns läuferisch und körperlich verbessern. Wenn uns das gelingt, werden wir präsenter sein und schnelleres Eishockey spielen können», ist Sportchef Peter Hofmann überzeugt.

Acht Elitejunioren neu in der 1. Mannschaft

Um diese moderne Form des Eishockey umsetzen zu können, brauchen die Stars auch die richtigen Spieler. Etwas, das in der vergangenen Spielzeit nicht zu hundert Prozent der Fall war. Es kommt daher nicht überraschend, dass im Hinblick auf die nächste Saison verhältnismässig viele Wechsel über die Bühne gingen: Nicht weniger als acht Spieler haben die erste Mannschaft verlassen. Darunter auch Leistungsträger wie Thomas Rohrbach (10 Tore, 11 Assists in der letzten Saison), Patrick Bula (9 Tore, 10 Assists) oder Raoul Dünser (3 Tore, 3 Assists). Bula und Dünser spielen neu bei Ligakonkurrent Burgdorf, der vom früheren Aarau-Trainer Patric With gecoacht wird. Die vielen Abgänge wurden fast ausschliesslich mit Junioren kompensiert. Gleich acht Spieler sind von den Elite Junioren aus Langenthal, Zug, Davos, Basel und den ZSC Lions zu den Stars gestossen. Zudem werden vier Rookies aus dem eigenen Nachwuchs in die erste Mannschaft integriert. Der Verein setzt damit seine Philosophie, auf junge Spieler zu setzen, konsequenter um als je zuvor. Indiz dafür ist auch die Tatsache, dass die Junioren neu den Aktiven angegliedert wurden. «Alle unsere Junioren trainieren in der ersten, zweiten oder dritten Mannschaft der Aktiven und sollen sich so an das höhere Spielniveau gewöhnen», erklärt Hofmann.

Die Jungen sind flexibler

Geht das Fanionteam der Argovia Stars mit so vielen jungen Akteuren nicht das Risiko ein, an Substanz zu verlieren und die 1. Liga Playoffs erneut zu verpassen? Hofmann ist vom Gegenteil überzeugt: «Die jungen Spieler können mit der flexibleren Spielart von Daniel Meier besser umgehen. Zudem trainieren sie den ganzen Sommer gemeinsam und werden einen Teamspirit entwickeln, mit dem sie die Abgänge kompensieren können.» Trotzdem möchte der Sportchef noch einen erfahrenen Verteidiger verpflichten, der für die nötige Stabilität in der Abwehr sorgt.

Zurück im Training. Der erste Durchgang des Parcours ist vorbei. Verschwitzte Shirts, rote Köpfe und leere Blicke zeugen von der Anstrengung der Spieler. Der Schluck aus der Wasserflasche ist eine Erlösung – auch wenn deren Inhalt aufgrund der Hitze in der stickig-heissen Tellihalle wohl alles andere als kühl sein dürfte. Schon nach zwei Minuten ist die Pause vorbei. Der zweite Durchgang steht an, die Schufterei geht weiter.