Eishockey

Die jungen Aargauer ärgern die grossen der Szene

Die Argovia Stars (Cédric Fiedler, r.) sind kaum zu halten. zvg

Die Argovia Stars (Cédric Fiedler, r.) sind kaum zu halten. zvg

Die Nachwuchsabteilung der neu formierten Argovia Stars trägt erste Früchte. Sie bieten den SC Bern, Lugano und anderen Grossen des Schweizer Eishockeys die Stirn.

Das Ziel, die direkte Playoff-Qualifikation, hat das 1.-Liga-Team der Argovia Stars verpasst. Die Mannschaft von Daniel Meier muss in der unteren Masterround um einen der letzten freien Finalrundenplätze kämpfen. Anders sieht es im Nachwuchsbereich des Aargauer Eishockeys aus. Von den über 300 Nachwuchsspielern, welche die Stars betreuen, stechen zurzeit vor allem die Moskito Tops heraus. Die jungen Eishockeytalente der Jahrgänge 2001 und 2002 spielen auf der höchstmöglichen Stufe ihres Alters und qualifizierten sich dank des 5. Platzes für die Promotionsrunde.

Erfolg nicht überraschend

Beeindruckend dabei ist, dass in dieser Liga die Nachwuchsteams von NLA-Mannschaften aus Lugano, Bern oder Ambri-Piotta mitmischen, welche bereits von Profitrainern betreut werden. Jüngst wurde Ambri mit 5:2 bezwungen. Die Moskito Tops liegen in der Promotionsrunde auf dem vierten Rang. Nur der Nachwuchs von Bern, Lugano und Biel ist momentan besser klassiert.

Der Erfolg seines Teams ist für den Moskito Top Head Coach Clive Welter nicht überraschend: «Letzte Saison hatten wir einen weniger starken Jahrgang (2000; Anm. d. Red.). In diesem Jahr spielen die 01er gross auf.» Dies liegt nicht zuletzt am Zusammenschluss von Aarau und Baden-Wettingen, welcher zu einem breiten Kader führte. «Dank des breiten Kaders können wir in den Jahrgängen in Leistungsgruppen trainieren, was für alle Beteiligten die beste Lösung ist», erklärt Welter. Dreimal pro Woche trainiert dieser mit seinen Jungs.

Das Erfolgssystem blieb auch den Scouts von anderen Topteams nicht verborgen. «Natürlich fördern wir unsere Spieler so gut es geht und sind stolz, wenn andere Vereine dies anerkennen. Wir sind jedoch nicht daran interessiert, unseren Nachwuchs an andere Klubs weiterzugeben», sagt Leuenberger. Dank der Zusammenarbeit mit dem EVZ werden Talente nämlich gleich intern nach Zug weitergegeben. «Wir sorgen dafür, dass sich die Spieler bei uns wohlfühlen und es ihnen an nichts fehlt», so Leuenberger weiter.

Wertvolle Zusammenarbeit mit dem EV Zug

Dazu gehört auch der ständige Kontakt mit den Eltern und das gemeinsame diskutieren einer allfälligen Eishockey-Zukunft ihrer Kinder. Denn im Alter der Moskitos entscheidet sich bereits, ob Talente zum EVZ gegeben werden, um so noch stärker gefördert zu werden. Ist dies der Fall, müssen sich Klub und Familie bald Gedanken über die schulische Zukunft des Nachwuchses machen. Sportklassen oder Sportlehren sind dabei die meistgewählte Option. «Dass Zug nahe liegt und sich das Umfeld der noch jungen Athleten nicht gross verändert, spricht ebenfalls für unsere Zusammenarbeit und gegen einen Wechsel zu Klubs wie Lugano oder Bern», bestätigt der Stars-Sportchef.

Spitzeneishockey im Aargau

Dank dem Zusammenschluss des EHC Aarau und Wettingen-Baden zu den Argovia Stars ist es jetzt möglich, im Aargau auf Spitzenniveau Eishockeytalente zu fördern. Und bereits am Wochenende können die Nachwuchs-Sterne weiter glänzen. In der nächsten Runde der Promotionsrunde trifft Clive Welter mit seinen Jungs auf den Nachwuchs das Zweite Lugano und Leader Bern. «Solange wir für uns persönlich sagen können, dass wir ein gutes Spiel hatten, hat dies einen grösseren Wert, als die Rangierung», beschreibt Welter die Zielsetzung. «Es geht schliesslich um die Entwicklung der einzelnen Spieler.»

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