Fussball
Die Hoffnung kehrt in Schöftland zurück

Matteo Muscia soll in der Offensive des SC Schöftland für Gefahr sorgen. Das ist nach dem missglückten Saisonstart auch bitter nötig.

Pascal Kamber
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Schöftlands neuer Stürmer Matteo Muscia (r.) hat mit dem FC Wohlen Erfahrungen in der Challenge League gesammelt.

Schöftlands neuer Stürmer Matteo Muscia (r.) hat mit dem FC Wohlen Erfahrungen in der Challenge League gesammelt.

GERRY FREI

Es scheint, als ob sich die schlimmen Befürchtungen von Hansruedi Birrer, dem Trainer des SC Schöftland, bestätigen. «Es wird eine schwierige Saison für uns», liess Birrer vor dem Meisterschaftsstart verlauten. Tatsächlich grüsst seine Mannschaft in der 2.-Liga-inter-Gruppe 3 nach zwei Partien vom Tabellenende. Nur ein Tor haben die Schöftler in den Begegnungen mit Aufsteiger Olten und Lerchenfeld zustande gebracht, womit die Ursache für den misslungenen Auftakt in die neue Spielzeit beim Namen genannt ist. «Das ist zu wenig», bestätigt Matteo Muscia, der im heutigen Heimspiel gegen Porrentruy (18 Uhr) erstmals für eine Schöftler Aktiv-Mannschaft auflaufen wird. Nachdem der 20-jährige Stürmer im Sommer von Grenchen auf die Rütimatten gewechselt hat, traf seine Spielberechtigung wegen eines Missverständnisses zwischen dem SC Schöftland und den Verbands-Verantwortlichen erst in dieser Woche ein. «Klar ist das ärgerlich, aber ändern kann man daran nichts mehr», hat der frühere SCS-Junior das Thema abgehakt. «Wir müssen jetzt vorwärtsblicken und den schlechten Start vergessen machen», sagt Matteo Muscia, der im Alter von 15 Jahren zum FC Aarau und später zum Nachwuchsbereich des FC Wohlen gewechselt hat. Nach einer halben Saison mit den Freiämtern in der Challenge League verliess er den Verein im letzten Winter in Richtung Grenchen, ehe nun die Rückkehr an den Ausgangspunkt seiner Fussballer-Laufbahn folgte.

In Schöftland erhofft man sich viel von ihm. Umso mehr, nachdem mit Kürsat Kiybar der zweite nominelle Stürmer wegen eines in der letzten Vorbereitungswoche erlittenen doppelten Nasen- und Jochbeinbruchs auf unbestimmte Zeit ausfallen wird. «Wir müssen in der Offensive zulegen, da sind Kürsat und ich gefordert», sagt Matteo Muscia. Bezüglich dem Einsatz kann er, der die beiden ersten Saisonspiele gezwungenermassen als Zuschauer hat mitverfolgen müssen, seinen neuen Mitspielern keinen Vorwurf machen. «Sie bekundeten einfach Mühe, vor dem gegnerischen Tor für Gefahr zu sorgen», erzählt Matteo Muscia von seinen Beobachtungen. Er ist allerdings zuversichtlich, dass sich dies heute gegen Porrentruy kein zweites Mal wiederholen wird – nicht nur wegen seinem Einstand im SCS-Dress. «Porrentruy ist bekannt für seine physisch starke Mannschaft», weiss Muscia über den Gegner aus dem Jura zu berichten. Deshalb erwartet er ein hart umkämpftes Duell. «Wir müssen die Zweikämpfe gewinnen und im spielerischen Bereich für den Unterschied sorgen. Denn technisch sind wir besser», ist Matteo Muscia überzeugt.

Das Debüt mit dem SC Schöftland ist zugleich die erste Partie bei den Aktiven, in der er gemeinsam mit seinem Bruder Dario auf dem Platz stehen wird. «Natürlich freue ich mich darauf», sagt Matteo Muscia, «aber der Sieg steht über allem.»