Playoff-Viertelfinal

Die Highlights jetzt im Video: Der HSC Suhr Aarau verpasst wegen zu vieler Fehler den Coup gegen die Kadetten

Highlights Playoff-Viertelfinal: HSC Suhr Aarau gegen Kadetten Schaffhausen (28.03.2018)

Highlights Playoff-Viertelfinal: HSC Suhr Aarau gegen Kadetten Schaffhausen (28.03.2018)

Der HSC Suhr Aarau verliert Spiel 2 gegen die Kadetten Schaffhausen mit 21:24 – und liegt nun in der Playoff-Viertelfinalserie mit 0:2 zurück. Zur Pause führten die Aargauer sogar mit 10:8, danach kam aber die Stärke der Kadetten hervor.

Es ist diese eine knapp zehnminütige Phase unmittelbar nach der Pause, die dem HSC Suhr Aarau den Coup gegen die Kadetten Schaffhausen kostet. Mit einer 10:8-Führung geht das Heimteam in der Aarauer Schachenhalle vor 933 Zuschauern in die Pause – bis zur 40. Spielminute wird aus der Zweitoreführung ein Rückstand mit drei Treffern – die bis zum Endresultat von 21:24 Bestand haben sollten.

«Wir haben schlicht und einfach zu viele Fehler gemacht», sagt HSC-Trainer Misha Kaufmann nach dem Spiel. «Einmal abgesehen davon hatten wir sie über 60 Minuten im Griff. Dario hat einen sehr guten Job gemacht. Da hat man gesehen, was möglich wäre.»

Tatsächlich hatte HSC-Torhüter Dario Ferrante seine Abwehrquote im Vergleich zur ersten Partie der Serie um elf Prozentpunkte auf 36 Prozent gesteigert und konnte seinem Gegenüber Simon Kindle (40 Prozent) fast Paroli bieten. Zur Pause hatte Ferrante in seiner Statistik gar eine Abwehrquote von 50 Prozent stehen. Die halbe Miete aber reichte nicht.

Schwerwiegender Ausfall Aufdenblattens

Am Ende wog neben der fehlenden Erfahrung und den daraus resultierenden Fehlern der Ausfall von Topskorer Tim Aufdenblatten zu schwer. So sah das auch Milan Skvaril, der Aufdenblatten als Topskorer vertrat und mit sieben Treffern bester Werfer des HSC Suhr Aarau war: «Die Kadetten haben insgesamt sicher mehr Qualität, die sie im Verlauf der Partie auch ausspielen konnten. Tim hat uns zudem enorm gefehlt.»

Aufdenblatten verpasste die Partie aber nicht etwa aufgrund der schmerzhaften Entzündung im Brustbereich, die ihn in der Schlussphase von Spiel 1 noch kurzfristig ausser Gefecht gesetzt hatte, sondern wegen Schmerzen im linken Knie. Über die Art seiner Verletzung ist noch nichts Genaueres bekannt, der 22-Jährige wird sich heute einem MRI unterziehen.

An der Leistung anknüpfen

Trainer Kaufmann sieht seine Mannschaft trotz 0:2-Serienrückstand nicht mit dem Rücken zur Wand. Vielmehr gibt sich der 33-Jährige im Hinblick auf Spiel 3 vom Mittwoch, 11. April, in Schaffhausen (Anpfiff 20.15 Uhr) kämpferisch: «Bekanntlich ist der letzte Sieg in einer Serie immer der schwierigste. Wenn wir in zwei Wochen noch einmal dieselbe Leistung abrufen können und dazu noch die ärgerlichen Fehler abstellen, dann sind wir auf Augenhöhe mit den Kadetten.»

In der Statistik aber ist klar: Jetzt muss, wenn sich der HSC noch nicht mit dem Saisonende auseinandersetzen will, ein Sieg her. Eine weitere Niederlage und die laufende Kampagne ist vorbei. Allerdings: Alles andere als ein Ausscheiden des HSC im Viertelfinal gegen den auf dem Papier haushohen Favoriten aus Schaffhausen käme einem kleinen Wunder gleich.

Trotzdem: Vorfreude auf Spiel 3

Aber: Aufgrund der in den bisherigen Partien gezeigten Leistungen hätte es sich das junge Team verdient, die Saison noch um eine oder zwei Partien zu verlängern. Kommt hinzu, dass mit Patrick Romann (Nachwehen seiner Gehirnerschütterung), Milan Skvaril (zwei gebrochene Finger) und Beau Kägi (Comeback nach Kreuzbandriss) auch gestern gleich mehrere Schlüsselspieler angeschlagen in die Partie gingen und deshalb nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren.

Skvaril blickt trotzdem mit Vorfreude auf Spiel 3 der Serie: «Wir werden mit positiven Emotionen nach Schaffhausen fahren.» Mit seiner Erfahrung aus ähnlichen Situationen, als einer der wenigen im Team des HSC hat er schon solche Serien gespielt, wird ihm als Leitfigur sicherlich eine Schlüsselposition zukommen.

Wichtige Vertragsverlängerungen

Gute Neuigkeiten gab – und diese betreffen unter anderem auch Skvaril, hatte der HSC Suhr Aarau seinen Fans bereits vor Anpfiff der gestrigen Partie zu verkünden: Der Klub hat die Verträge von Timothy Reichmuth (19) und Skvaril (26) bis 2020 beziehungsweise 2021 verlängert.

Der talentierte Reichmuth verblüfft in seiner ersten Spielzeit in der NLA die Schweizer Handballszene. Der drittbeste Torschütze seines Teams überzeugt besonders mit seiner Nervenstärke, seiner Sicherheit und seinem Variantenreichtum im Abschluss. Er verlängerte um zwei Jahre bis 2020.

Skvaril stiess wie Reichmuth im vergangenen Sommer zum HSC. Der Rückraumspieler stellte seinen Wert für das NLA-Team dabei wie gestern Abend mit zahlreichen Toren immer wieder eindrücklich unter Beweis. Sein ursprünglich bis 2019 datierter Vertrag wurde vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2021 verlängert.

Schauen Sie hier die Partie nach:

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