Am Samstag startete man die best-of-3 Serie mit einem Heimspiel in der Pfrundmatt. Nach einem Prellball hinter dem eigenen Tor mussten die Reinacher zwar früh das 0:1 hinnehmen, konnten durch Wullschleger, Berglund und Armin Frey bis zur ersten Pause aber mit 3:1 in Führung gehen. Luzern blieb vor allem mit der Formation um Jeffrey, Petermann und Wyss gefährlich und konnte kurz nach Ablauf eines Powerplays auf 3:2 verkürzen.

Im letzten Abschnitt erspielte sich das Heimteam dann ein Chancenplus, verpasste die Vorentscheidung aber fahrlässig. Dies gipfelte in einem Unterzahltor zum Luzerner Ausgleich, als sich die Reinacher (nach einem nicht verwerteten Penalty) im Powerplay versuchen konnten. So musste an diesem Abend die Verlängerung entscheiden. In der 67. Minute war es dann der starke Jeffrey, der seine Farben mit seinem 3. persönlichen Treffer zum Sieg schoss.

So stand man gut 24h später bereits mit dem sprichwörtlichen Rücken zur Wand und musste auswärts zwingend siegen. Luzern startete in der gut gefüllten Halle besser ins Spiel und konnte nach vier Minuten in Führung gehen. Andreas Frey konnte per Weitschuss im Powerplay zwar ausgleichen, die Leuchtenstädter zeigten sich aber wach und nutzten Unaufmerksamkeiten zum 3:1 Pausenstand aus. Es entwickelte sich ein sehr intensives Spiel bei dem die Luzerner stets clever standen und die Aargauer kaum Lösungen fanden, den Ball in die gefährlichen Zonen zu bringen.

Torloses Mitteldrittel

So landeten diverse Distanzschüsse im Block oder weit neben dem Tor. Nach einem torlosen Mitteldrittel galt es also, in 20 Minuten zwei Tore aufzuholen. Micha Hediger traf nach 48 Minuten zum 3:2 und liess die Reinacher wieder hoffen. Luzern stellte den alten Vorsprung nur kurz darauf aber wieder her und so war es Merki, der sieben Minuten vor Schluss erneut den Anschlusstreffer erzielte. Auch hier hatten die Luzerner aber eine Antwort bereit und erzielten nur Sekunden später das 5:3. Die Schlussphase glich einem Abnützungskampf und dabei behielten die Luzerner das bessere Ende. Häfelis Anschlusstreffer 30s vor Schluss kam zu spät.

Schlussendlich zog Luzern verdient in die Halbfinals ein. Sie zeigten sich taktisch gut eingestellt, waren hungriger und irgendwie cleverer. Speziell für den Ausgang des ersten Spiels müssen sich die Reinacher aber an der eigenen Nase nehmen. Die Chancenauswertung war ungenügend und es bleibt der fade Nachgeschmack einer verpassten Chance im so wichtigen ersten Spiel. Am Sonntag stimmte die Leistung einigermassen, speziell im letzten Abschnitt. Jetzt gilt es, das bittere Aus sacken zu lassen und den Unihockeystock für einen Moment beiseite zu legen. Sport kann manchmal grausam sein…