NLB-Handball
Die Heimatlosen in der NLB – dritte Halle im dritten Heimspiel

Am Samstag trifft die HSG Siggenthal/Vom Stein Baden zu Hause auf Yellow Winterthur (17.30 Uhr). Wobei zu Hause ein grosser Begriff ist: Im dritten Heimspiel der Saison ist es mit der Aue Baden bereits die dritte Halle, in der man Gastgeber ist.

Marco Bodmer
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Die HSG Siggenthal/Vom Stein Baden hofft auch gegen Yellow Winterthur auf Grund zum Jubeln.

Die HSG Siggenthal/Vom Stein Baden hofft auch gegen Yellow Winterthur auf Grund zum Jubeln.

Foto Wagner

Im Gegensatz zur «fremden» Tägerhardhalle in Wettingen, wo zum Saisonauftakt nach einer mässigen Leistung gegen Kreuzlingen beide Punkte verloren gegangen waren, klappte es dann im heimischen Obersiggenthal gegen Möhlin schon viel besser. Dadurch, dass die Limmattaler Spielgemeinschaft seit nunmehr 19 Jahren jeden Montag in der Aue trainiert und schon manches Heimspiel in der Bäderstadt austragen durfte, stellt die altehrwürdige, heimelige Holzhalle an der Kanalstrasse für die HSG Siggenthal/Vom Stein Baden eine zweite Heimat mit klarem Heimvorteilcharakter dar.

Nach dem ansprechenden Saisonstart, mit drei Punkten aus drei Spielen, gilt es für Siggenthal/Vom Stein gegen das erstaunlich unglücklich gestartete Yellow Winterthur auf der Hut zu sein. Nach dem Auftaktsieg gegen Chênois, verloren sie die drei folgenden Spiele doch eher überraschend. Sowohl gegen Kreuzlingen als auch gegen Möhlin allerdings mit nur einem Tor Unterschied. Gegen die Espoirs aus Schaffhausen fiel die Niederlage mit 7 Toren deutlicher aus, obwohl sie zur Pause noch geführt hatten.

Starke Winterthurer Defensive

Es fällt dabei auf, dass die Eulachstädter über eine sehr gute Defensive verfügen, haben sie doch nie mehr als 27 Tore erhalten. Allerdings scheint dafür der Angriff noch etwas zu stocken, denn es wurden gleichzeitig nie mehr als 27 Tore erzielt. Yellow wird sich zudem ungern daran erinnern, dass letzte Saison beide Spiele gegen die HSG verloren gegangen sind.

Im Cup konnten sich die Oberklassigen diese Woche, im Gegensatz zur HSG Siggenthal/Vom Stein Baden vor 2 Jahren, gegen den Erstligisten KTV Visp ohne Probleme mit 32:19 durchsetzen und etwas Selbstvertrauen tanken. Die Winterthurer zählen trotzdem, dank ihres erfahrenen und kaum veränderten Kaders um den langjährigen NLA-Spieler Raphael Liniger, nach wie vor zu den Favoriten in dieser Liga. Wohl hat der Ex-Pfader Kipili Mulele nach Horgen gewechselt und Torhüter Berisa ist, wie der nun als Assistenztrainer amtierende wuchtige Linkshänder Patrick Läng kürzer getreten.

Spannende Affiche in der Aue

Die Abgänge im Tor wurden aber durch die Rückkehr von Markus Haupt, nach seinem kurzen NLA-Abstecher, dem Zuzug von Kevin Craft, der Reaktivierung von Davor Kovacic und dem jetzt bei Pfadi aktiven und mit einer Talentförderungslizenz ausgestatteten Patrick Murbach, der den Siggenthalern noch aus Biel, Chênois und Solothurn bekannt ist, kompensiert.

Von GC/Amicitia kam zudem Rückraumspieler Marko Jazo und von Städtli Linkshänder Daniel Schmid dazu. Ob der sonst bei Arbon spielende Tim Schärer die Fusstapfen seines letzte Saison sporadisch eingesetzten Vaters und Ex-Internationalen Urs «Späck» Schärer bereits ausfüllen kann, wird sich erst weisen.

Die Ausgangslage präsentiert sich auf jeden Fall spannend.

Samstag, 4. Oktober 2014

17.30 Uhr, Aue Baden

HSG Siggenthal/Vom Stein Baden - Yellow Winterthur