Wieder noch einmal angreifen. Wieder noch einmal ein Tor schiessen und wieder noch einmal punkten. Die FC Aarau Frauen wollten in ihrem vorerst letzten Spiel in der höchsten Liga noch einmal zeigen, dass sie nicht einfach nur Kanonenfutter sind für die anderen Vereine.

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Nun, mindestens ihr Offensivpotenzial konnten sie an diesem heissen Tag im Schachen in Aarau zur Schau stellen. Und auch das mit dem Toreschiessen klappte gar nicht so schlecht. Bereits in der achten Minute brachte Stephanie Erne mit einem Flachschuss die Aarauerinnen in Führung. Das zweite Tor schoss dann Alessandra Abbühl in der 48. Minute. Damit hat es sich dann aber gehabt. Die Aarauerinnen verloren 2:3 und durften wieder einmal keine Punkte bejubeln und müssen nun mit nur einem Sieg und einem Unentschieden in 27 die Reise in die NLB antreten.

Spätes Gegentor

Wieder war es ein dummes Gegentor in den Schlussminuten, das die Aarauerinnen um die Punkte und um einen Erfolg brachte. Die Aarauerinnen brachten unter Druck den Ball einfach nicht aus der Defensive. Statt eines weiten Balls in die gegnerische Hälfte, entschieden sich die Aarauerinnen, sich mit Pässen aus der misslichen Lage zu befreien. Ein Fehler: Alison Fallet konnte den Ball den Aarauerinnen abluchsen und aus rund 20 Metern zum entscheidenden 2:3 treffen.

Es war sinnbildlich für die Saison der FCA-Frauen in der obersten Liga. Eigentlich wären durchaus Punkte drin gelegen in diesem Spiel, aber wieder war es ein Blackout, ein individueller Fehler, der für die Entscheidung sorgte.

Das Mittelfeld geht

Und damit war es vorbei, das «Abenteuer» in der NLA. Im September spielen die FC Aarau Frauen wieder eine Liga tiefer. Ob es klappt mit dem direkten Wiederaufstieg, wird sich zeigen. Klar ist aber, dass es über den Sommer einen Aderlass geben wird im Kader der Aarauerinnen.

Auch wenn nur ein Sieg herausschaute, konnten einige Spielerinnen überzeugen und sich für andere Klubs empfehlen. Lara Jenzer, die gegen Yverdon eine starke Partie machte, wechselt zum FC Basel, der diese Saison auf dem zweiten Platz beendete. Julia Höltschi spielt in der nächsten Spielzeit für Luzern. Jasmine Imboden und Alina Grüter beenden vorerst ihre Karrieren.

Damit klafft ein grosses Loch im Mittelfeld der Aarauerinnen. Der zurücktretende Trainer Andreas Zürcher wird als Technischer Leiter in diesem Sommer also alle Hände zu tun haben.

Aarau Frauen - Yverdon Féminin 2:3 (1:2)

Sportanlage Schachen Aarau. – 100 Zuschauer. Tore: 8. Erne 1:0. 22. Riat 1:1. 39. Fallet 1:2. 48. Abbühl 2:2. 88. Fallet 2:3.

Aarau Frauen: Schneider; Schwaller, Stierli, Do Sul, Berli (66. Sylvestre); Gloor (66. Höltschi), Zürcher (66. Imboden), Amoros, Jenzer, Abbühl; Erne.

Yverdon Féminin: Zurkinden; Spälti, Apostolov, Tamburini, Pajovic; A. Fallet, Riat (65. Surdez); Schneuwly (66. L. Fallet), Krasniqi (77. Thomann), Staffoni; Nkamo.

Bemerkungen: Aarau ohne Villiger (Rekonvaleszent) Lahmici (Nicht im Aufgebot) Vogt (Nicht im Aufgebot). 76. Abbühl verschiesst Penalty. – Verwarnungen: Schneider (Foul).

Lesen Sie das Spiel hier im Liveticker nach: