Zu Beginn der Partie spürte man deutlich, dass die FCA Frauen mit einem grossen Selbstvertrauen in das Spiel starteten. Der Sieg von letzter Woche scheint Spuren hinterlassen zu haben. Während andere Mannschaften wohl eher vorsichtig gegen den Leader aus Zürich in die Partie starten würden, spielten die FCA Frauen mutig nach vorne. Trotz guten Chancen: Ein frühes Tor wollte dem Heimteam jedoch nicht gelingen.

Die Gäste aus Zürich wurden in der Anfangsphase eher selten gefährlich. Trotzdem: einem Tabellenleader sollte man nie zu viel Platz lassen. Was geschieht, wenn man dies trotzdem tut, mussten die Aarauerinnen in der 15. Minute erfahren. Die Zürcherin Piperata stand nach einem Eckball völlig alleine und konnte ohne Probleme zur 1:0-Führung einköpfen. 

Früher Wechsel bei Aarau

In der 25. Minute kam es für die Aarauerinnen noch schlimmer: Captain Martina Schwaller blieb nach einem Eckball verletzt am Boden liegen und musste kurz darauf verletzt den Platz verlassen. Ersetzt wurde sie durch Mara Gloor.

Nach der Verletzung von Schwaller wurde das Spiel offener. Auf beiden Seiten gab es immer wieder Chancen. Beim Heimteam war es vor allem Stürmerin Pilgrim, welche die Zürcher Abwehrkette immer wieder in Nöte brachte. Ein weiteres Tor wollte aber vor der Pause keiner der beiden Mannschaften gelingen. So gingen es für die Aarauerinnen mit einen knappen 0:1-Rückstand in die Pause.

Startschwierigkeiten nach der Pause

Aus der Kabine kamen dann die Gäste etwas besser heraus. Gleich mehrmals musste die Aarauer Torhüterin Jil Schneider eingreifen. Angriffe vom Heimteam sah man zu Beginn der zweiten Halbzeit eher selten. Sie waren vielmehr damit beschäftigt, das Geschehen vom eigenen Strafraum fernzuhalten.

Videointerview FCA Frauen - FCZ U21

In der 60. Minute folgte dann die bisher grösste Chance für die Aarauerinnen. Pilgrim vergab jedoch knapp. Nun waren aber auch die Aarauerinnen endgültig aus der Pause zurück, denn nun rollten gleich mehrere Angriffe auf das Zürcher Tor. Die kleine Druckphase endete für die Aarauerinnen perfekt: Nach einem Foul im Strafraum konnte Lara Zürcher per Penalty den Ausgleich erzielen. Der Ausgleich kam zwar etwas unerwartet, war aber keinesfalls gestohlen.

Direkter Gegentreffer

Wer nun dachte, dass die Aarauerinnen das Spiel wenden, wurde bitter enttäuscht. Nur eine Minute später und somit mit dem ersten Angriff nach dem Ausgleich, schiesst Annina Enz die Zürcherinnen wieder in Front. Sehr bitter für Aarau. Doch den Kopf in den Sand stecken kam für die Truppe von Trainer Charles Grütter nicht in Frage. Kämpferisch erarbeiteten sie sich immer wieder gute Chancen. Und tatsächlich: In der 79. Minute können die FCA Frauen nochmals Ausgleichen. Almeida verwandelt per Freistoss souverän aus 30 Metern.

Nun aber hatten die Aarauerinnen Lunte gerochen und suchten vehement den Siegestreffer. Aber auch das Gästeteam kam mit konterartigen Angriffen immer wieder zu guten Chancen. Dadurch wurden die letzten Minuten sehr spannend für die Zuschauer im Aarauer Schachen. Ein Siegestreffer konnten sie jedoch nicht mehr bestaunen. Somit endete die Partie mit einem 2:2-Remis. Über das ganze Spiel gesehen ein gerechtes Resultat. 

Am nächsten Samstag gastiert nun der SC Derendingen Solothurn im Aarauer Schachen. Für die FCA Frauen gilt es den Aufwärtstrend aufrecht zu erhalten. Mit einen Vollerfolg gegen Derendingen könnten die Aarauerinnen gar den Anschluss an die Spitze schaffen.