Nicht nur die funkelnden Lichter des Lunaparks im Schachen zogen am Samstagabend Aufmerksamkeit auf sich. Auf dem neu beleuchteten Kunstrasen spielten in der Frauen-NLB die FC-Aarau-Frauen gegen den Tabellenletzten Küssnacht.

Vor dieser Partie besetzten die Aarauerinnen den siebten Tabellenplatz. Neu sind sie auf dem fünften. Zu verdanken ist das den Toren von Mara Gloor und Captain Martina Schwaller. Die Tore waren regelemässig auf die gesamte Spielzeit verteilt, was die Spannung 90 Minuten lang kaum abflachen liess.

Doppeltorschützin Gloor

Beide Teams traten von Beginn an fokussiert und motiviert auf. Bereits nach zwei Minuten trifft Aaraus Nummer elf, Mara Locati, zum 1:0. Der Torjubel verwandelte sich jedoch schnell in einen enttäuschten Blick: Offsite, der Treffer zählt nicht.

Trotzdem Ärger bringt diese erste Aktion Schwung in die Partie. Die Aarauerinnen zeigen sich willensstark und mit einem schnellen Umschaltspiel. Belohnt wird der Einsatz in der 16. Minute. Mara Gloor trifft zum 1:0. Küssnachts Reaktion bleibt weitgehend aus. Stattdessen kommen die Aarestädterinnen regelmässig zu Chancen. Der Punktestand verrät jedoch, dass es bei der Chancenverwertung noch Verbesserungspotential gibt.

In der 43. Minute trifft Gloor zum zweiten Mal. Die Aarauerinnen gehen mit einer verdienten 2:0-Führung in die Halbzeitpause. In der 60. Minute legt Captain Schwaller nach einem Eckball mit dem 3:0 nach. Doppeltorschützin Gloor wird in der 72. Minute ausgewechselt. Für sie kommt die Alayah Pilgrim ins Spiel. Genau wie Gloor in diesem, schoss Pilgrim im vergangenen Meisterschaftsspiel zwei Tore. Die Partie gegen Thun endete jedoch in einem 3:3-Unentschieden.

Pilgrim erneut stark

Kaum eingewechselt, kommt bereits die erste Aktion der 15-Jährigen. Innerhalb von knapp fünf Minuten kommt die Stürmerin zweimal zum Abschluss. Trotz ausbleibender Tore ist Pilgrim mit eine der auffälligsten Spielerinnen der zweiten Halbzeit. 

Auffällig ist auch, dass viele der Angriffe der FCA-Frauen von der linken Aussenverteidigerin Siria Berli initiiert werden. Das gesamte Team zeigte sich äusserst laufbereit. Die Passgenauigkeit schien ab der 70. Minute jedoch stetig abzunehmen, was einige Konter zur Folge hatte. Goalie Schneider wehrte die jedoch solide ab. 

Insgesamt hätten Aarau sowie Küssnacht wohl das eine oder andere Tor mehr machen können. Der Sieg der Gastgeber ist aber mehr als verdient. Der Mix aus Jungtalenten und gestandenen Spielerinnen scheint zu funktionieren. Wie er sich auf lange Zeit auswirkt, werden die nächsten Spielen zeigen.

FC Aarau Frauen - FC Küssnacht (29.09.2018) - Stimmen zum Spiel

  

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