Lange, lange ist es her, seit Hauswirth und seine Kumpels sich im Brügglifeld so entspannt ein Spiel anschauen konnten. Aarau 3 – Gast 0, leuchtete vom Totomat nach 25 Minuten. Der Match war gelaufen. Und dieser Maierhofer hatte gegen Rapperswil-Jona gleich zweimal zugeschlagen.

Hauswirth hüpfte auf seinem Stammplatz, der Stehrampe drei Stufen unter dem Totomat, auf und ab, gab seinen Kumpels Pesche, Räbe und Grübi High five. Nur Küre erlebte diesen Super-FCA nicht. Der war auf dem Letzigrund und sah seinen FCZ gegen Sion verlieren.

Hauswirth war froh, musste er Küre nicht sehen. Denn noch am Freitag hatte er sich über seinen Kumpel wieder einmal geärgert, als dieser lästerte: „Maierhofer und Schneuwly, der eine 36, der andere 33 Jahre alt. Sieht so die Zukunft von Aarau aus?“

Jetzt aber waren Hauswirth die blöden Sprüche von Küre so etwas von egal. Stefan Maierhofer, der 2.02 m Mann, schiesst den FCA vom letzten Tabellenplatz weg. Nach dem Schlusspfiff stapfte das Quartett beschwingten Schrittes auf der Bachstrasse Richtung Altstadt.

Plötzlich sagte Hauswirth: „Aber Schneuwly ist immer noch bei minus13.“ Seine Kumpels verstanden diese kryptische Aussage sogleich. 13 Tore hatte Marco Schneuwly in 12 Spielen mit YB, Thun, Luzern gegen den FCA erzielt. Einige davon im Dress von Luzern blieben Hauswirth besonders in schmerzlicher Erinnerung. Und dazu servierte er 13 Assists. Bei 26 Toren gegen den FCA hatte dieser Schneuwly die Füsse im Spiel.

Aber jetzt, da er das Leibchen des FCA trägt, trifft er nicht. Nach fünf Spielen kam auch noch eine Verletzung hinzu und jetzt, da er wieder spielt, sieht man, dass er noch etwas „rostig“ ist. Darin sind sich die Kumpels einig. Pesche suchte das Positive: „Beim Tor zum 2:0 kann man Schneuwly einen Assist gutschreiben; er fiel hin, traf den Ball nicht richtig und Maierhofer war zur Stelle.“

Die Kumpels liessen diese Argumentation gelten. Und Grübi dachte einen Schritt weiter: „Stellt euch vor, was los sein wird, wenn Schneuwly endlich auch für den FCA trifft.“ Frohgemut bog das Quartett in die Altstadt ein.