Das Kopf- an Kopf-Rennen ist nun also vorbei. Und Rapperswil hat sich heute als besser erwiesen. Mehr Druck aufs Tor, mehr Spielanteile, mehr Siegeswille. Heute war wohl einfach nicht der Tag der FCA-Frauen.

In der ersten Halbzeit war der Unterschied deutlich. Aarau hatte viel weniger Spielanteile, konnte sich kaum eine Chance erarbeiten, war stets einen Schritt zu spät. Zwar hätten sie nach rund zwanzig Minuten in Führung gehen können, doch vergaben. Lara Zürcher schoss den Ball flach am Tor vorbei. Die Führung wäre zu diesem Zeitpunkt auch etwas überraschend gekommen.

Und für die starke Leistung in der ersten Halbzeit wurde das Heimteam auch belohnt. Nach vierzig Minuten konnten sie den Ball nach einem schönen Zusammenspiel an Vogt vorbeischieben und mit der Führung in die Kabine gehen.

Zweite Halbzeit besser, gereicht hats aber nicht

In der zweiten Halbzeit durfte man dann eine Leistungssteigerung der Gäste aus dem Aargau beobachten. Sie wurden offener, kombinierten schöner und kamen zur ein oder anderen Torchance.

Brandgefährlich wurde es aber trotzdem nicht. Positiv fiel aber die Leistung in den letzten zwanzig Spielminuten auf. Schönes Passspiel von Aarau, gute Ideen. Das, was man sich aus den letzten Spielen der FCA-Frauen auch gewöhnt war. Doch heute sollte es irgendwie nicht reichen.

Ein Quäntchen Glück

Ebenfalls zu reden gab die Leistung der Unparteiischen. Vor allem in der ersten Halbzeit gab es einige Entscheidungen gegen die Gäste, über die man diskutieren kann. Doch zu grosse Kritik wäre unfair gegenüber der Schiedsrichterin. Vielleicht würde es allgemein weniger Reklamation geben, wenn die Unparteiischen in der zweithöchsten Schweizer Frauenliga Linienrichter bekommen würden?

Alles in allem war es heute ein Rapperswil, das man hätte schlagen können. Sie spielten nicht überragend, hatten am Schluss aber ein Quäntchen mehr Glück. Doch es war eben auch ein Aarau, das zu wenig zeigte, um sich drei Punkte zu holen.

In der Tabelle rutschen die FC Aarau Frauen nun also einen Platz nach hinten, hinter Rapperswil-Jona. Mit dieser Niederlage müssen die Aarauerinnen in die zweiwöchige Pause gehen, bevor sie dann Ende April die Femina Kickers aus Worb empfangen dürfen.

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