Es war ein klassisches Remis-Spiel. Ein ausgeglichenes Spiel, ein Spiel ohne klaren Favoriten. Mit vier Toren war die Partie aber durchaus attraktiv. Nicht zuletzt beeinflusst durch die zu bemängelnde Schiedsrichterleistung.

Wieder war es eine willensstarke Partie der FCA-Frauen. Man spürte den Kampfgeist und die Motivation, sich in der Liga endlich wieder ein paar Plätze nach vorne zu bewegen. Doch ein Unentschieden reicht dafür noch nicht ganz.

Die erste Halbzeit zeigte alles in allem nur wenig Spektakel. In der elften Minute schoss Zürcher die Gäste in Führung – mit einem Elfmeter, den man nicht hätte geben müssen. Nur eine Viertelstunde später kommen die Thunerinnen aber zu ihrer Ausgleichschance – und machen diese. In den restlichen 20 Minuten der ersten Hälfte gibt es für die Aarauerinnen zwei hunderprozentige Chancen, die eigentlich hätten drin sein müssen. Doch Storr und Pilgrim legen sich den Ball zwei Mal zu weit vor und vergeben so die Führung.

Mehr Spektakel in Hälfte Zwei

In den zweiten 45 Minuten gab es mehr Tore und mehr Spektakel. Auch dank der Leistung des Schiedsrichter, die man durchaus bemängeln kann. Kurz nach der erneuten Aarauer Führung kommt Gerber in einer Abseitsposition zum Abschluss – der Treffer zählt. Später wird diese dann zurückgehalten im Aarauer Strafraum und bekommt den Strafstoss nicht. Der Thuner Trainer kann sich kaum mehr in seiner Zone halten.

Dann der Aarauer Angriff: Im Mittelfeld gibt er Schiedsrichter Vorteil, pfeift dann aber die dadurch entstandene Chance ab. Grütter in der Box der Aarauer kann sich nun auch nichtmehr halten und kritisiert den Schiri. Dieser scheint nun durchaus nervös und entscheidet von nun an nurnoch nach Gefühl. Es gleicht ein wenig einem Glücksspiel.

Aufgefallen in dieser Partie ist sicherlich Pilgirm im Sturm der Aarauerinnen. Die erst 15-Jährige Stürmerin konnte viele Akzente setzen und fiel technisch ganz stark auf. Ihre Leistung wurde gleich mit zwei Toren belohnt, die den Aarauerinnen zum einen Punkt verhalfen. Man kann durchaus sagen, dass Pilgrim sich zu einer Teamleaderin entwickeln kann.

Trainer Grütter zeigt sich mit dem Punkt nicht unzufrieden: „Wir bekommen die Tore zu einfach und müssen mehr machen. Aber letzte Woche haben wir besser gespielt, deshalb beklage ich mich über diesen Punkt sicher nicht.“

Hier können Sie die Partie im Liveticker nachlesen: