„Der Sieg gegen Zürich ist sicherlich gut für unsere Moral“, sagt Trainer Charles Grütter einen Tag nachdem die FCA-Frauen endlich wieder einmal drei Punkte einfahren konnten. „Doch es hätte genau so gut positiv für Zürich enden können. Wir müssen jetzt einfach schauen, dass wir nicht überheblich werden.“

Vor dem Spiel gegen Zürich sagte Grütter, dass sie aus den nächsten drei Partien mindestens vier Punkte holen wollen. Nach diesem Wochenende scheint das Ziel greifbar nahe. „Das Spiel gegen St. Gallen ist ein Bonus für uns, da es ein Nachtragsspiel ist. Sollten wir verlieren, geht die Welt nicht gleich unter, doch wir werden alles geben, um zu gewinnen.“

Gerade jetzt stimmt das Momentum. Der Sieg gegen Zürich war wichtig. Und gegen St. Gallen konnten die Aarauerinnen schon in der Hinrunde einmal unerwartet gewinnen. Die Lage vor dem Spiel sieht also durchaus zuversichtlich aus.

Team komplett – Pilgrim soll zum Einsatz kommen

Eigentlich hätte die 15-jährige Stürmerin schon gegen Zürich spielen sollen. Doch beim Einlaufen fühlte sie sich noch nicht ganz bereit für den Schritt aufs Feld. Deshalb wird sie mit grosser Wahrscheinlichkeit am Mittwoch gegen St. Gallen ihr Rückrundendebut geben. „Alayah ist noch jung. Wir wollen sie nicht überstrapazieren“, sagt Grütter.

„Der Rest der Mannschaft ist fit. Bei Michelle Stierli sind noch Abklärungen wegen einer Hirnerschütterung am laufen, sie hat einen Ball an den Kopf bekommen. Ansonsten sind wir fit und guter Dinge für die kommende Woche.

Ansage hat gefruchtet

Vor dem Spiel gegen Zürich gab es eine Ansage vom Trainer bezüglich der Situation und was dieser bei einem allfälligen Abstieg auch für das Nachwuchsteam bedeuten könnte. Auch die Individualtrainings mit den Spielerinnen haben Auswirkungen gezeigt. „Die Spielerinnen haben realisiert, wie wichtig unsere Lage ist. Durch unser junges Team haben wir noch eine enorme Jugendlichkeit in den Köpfen. Doch sie realisieren langsam, dass das Glück nicht von alleine kommt, sondern wir es uns selber erarbeiten müssen.“

 Ein nächster Schritt zurück in Richtung Tabellenmittelfeld. Das Team hat sich ausserdem selber, ohne Einwirkungen des Trainers, zusammengesetzt und Rituale für die Spiele gefestigt. Eine Art Teambuilding also. Auch das zeigt, wie die Spielerinnen mit der Tabellensituation umgehen.

Aus der englischen Woche soll also noch mindestens ein Punkt her. Ein Ziel, was durchaus machbar scheint. Sollte am Mittwoch im Schachen kein Punkt gelingen, steht am Samstag gegen Derendingen-Solothurn schon die nächste Möglichkeit.