Die FC Aarau Frauen brauchen dringend einen Erfolg. Am vergangenen Samstag verloren sie gegen Basel mit 1:5. Es war die zehnte Niederlage in Folge.

Seit dem letzten Erfolg, dem 3:0-Heimsieg gegen Yverdon, sind bereits drei Monate vergangen. Es ist eine fast schon beispiellose Negativserie, welche die Aarauerinnen in dieser Saison erleben. Trotzdem, die Hoffnung lebt, noch ist der Ligaerhalt möglich.

Erfolge werden dringend benötigt

Dafür benötigen die Aarauerinnen aber in den verbleibenden vier Spielen gegen GC , Lugano, YB und Direktkonkurrent Yverdon dringend Erfolge. Dessen ist sich natürlich auch FCA-Trainer Andreas Zürcher bewusst: «Nun bringt es nichts mehr, über irgendwelche Eventualitäten zu sprechen, nun müssen Siege her.»

Der erste Streich soll am Mittwoch, im Heimspiel gegen GC, erfolgen. Gegen die Zürcherinnen hat Aarau bisher zweimal knapp mit 2:3 und einmal deutlich 1:5 verloren. Sie haben also gezeigt, dass der Gegner in Reichweite ist.

Für Andreas Zürcher ist klar, wie seine Spielerinnen in diese Partie gehen müssen: «Wenn man in unserer Situation ist, kann man fast nur über den Kampf ins Spiel finden.» Bisher sei das noch zu wenig oft gelungen.

Ausnahmespielerin: Caroline Müller

«Ich habe manchmal eine zu brave Mannschaft. Nun müssen die Spielerinnen versuchen, mit der Wut im Bauch zu spielen und sich ihren Frust von der Seele zu schiessen», fährt der Trainer fort, «dazu brauchen wir auch das nötige Glück – dieses müssen wir uns erkämpfen.»

Auf der gegnerischen Seite sieht Zürcher vor allem eine Gefahr: «Die Grasshoppers haben mit Caroline Müller eine Ausnahmespielerin. Wenn wir sie in den Griff bekommen, ist uns schon viel gelungen.» Die Stürmerin führt aktuell die NLA-Torschützinnenliste mit 22 Toren an. Gegen Aarau hat sie in drei Spielen bereits fünf Tore erzielt.

Immer wieder individuelle Fehler

Deshalb wird es wichtig sein, in der Abwehr Fehler zu vermeiden. Ansonsten droht wieder das gleiche Schicksal, wie schon so oft in dieser Saison – zuletzt beim 1:5 gegen Basel. «Auch da war bei Weitem nicht alles schlecht», blickt Zürcher auf diese Partie zurück, «wir haben eigentlich über weite Strecken mitgehalten, kassieren dann aber die Tore aufgrund von individuellen Fehlern.»

Solche individuelle Fehler haben den FC Aarau Frauen schon so oft das Genick gebrochen – viele Punkte wurden dadurch verschenkt. In der NLA werden solche Aussetzer eiskalt bestraft, während die Gegner kaum Geschenke verteilen.

«Die Anderen machen solche Fehler nicht»

«Wir müssen immer einen viel grösseren Effort leisten als der Gegner, um ein Tor zu erzielen. Die Anderen machen solche Fehler nicht», beschreibt Zürcher das Problem.

Umso wichtiger ist es, in den verbleibenden vier Partien keine solchen Fehler zu begehen. Denn eines ist klar: Verliert Aarau eine der kommenden Partien und Yverdon gewinnt gleichzeitig, ist der Abstieg Tatsache.