Patrick Rahmen, Gratulation zum Zweijahres-Vertrag beim FC Aarau. Ist damit Ihr Wunschszenario eingetreten?

Patrick Rahmen: In den Gesprächen mit Sportchef Sandro Burki hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl. Wir sind fussballerisch auf einer Wellenlänge, haben ähnliche Ideen, wie es mit dem FC Aarau wieder aufwärts gehen könnte. Ich hatte auch zwei, drei andere Optionen auf dem Tisch, habe aber den FC Aarau ganz klar präferiert.

Warum?

Weil der FC Aarau immer noch eine reizvolle Station im Schweizer Klubfussball ist. Auch wenn das neue Stadion noch nicht steht. Das Brügglifeld kenne ich aus Spieler- und Trainerzeiten als unangenehmer Spielort für die gegnerischen Mannschaften, es war immer schwer, dort zu spielen. Dazu kommt die besondere Ambiance im Stadion.

Der FC Aarau ist tief gesunken – Sie können entsprechend viel gewinnen.

Natürlich gehört der FC Aarau nicht dahin, wo er jetzt steht. Sandro Burki und ich haben klar höhere Ziele in der nächsten Saison. Ebenfalls reizvoll ist die Aussicht, aufgrund der vielen auslaufenden Verträge die Mannschaft tiefgründig zu verändern und neu aufzubauen.

Wann gab es den ersten Kontakt zwischen Ihnen und Burki?

Etwa zwei Tage nach der Freistellung von Marinko Jurendic hat Sandro mich angerufen und sein Interesse deponiert. Wir hatten dann gute, offene und intensive Gespräche. Auch die Diskussionen mit dem Vizepräsidenten Roger Geissberger und den übrigen Verwaltungsrats-Mitgliedern haben mich darin bestärkt, zum FC Aarau zu kommen.

Patrick Rahmen

Patrick Rahmen

Ihr Name geisterte schon im Winter durchs Brügglifeld. Warum?

Das weiss ich nicht, damals hatte ich keinen Kontakt zu Sandro Burki. Ich war im Dezember noch Assistenztrainer beim FC Luzern und hatte ein Angebot vom FC Winterthur, das ich jedoch ablehnte.

Sie wurden Anfang Januar gemeinsam mit Cheftrainer Markus Babbel in Luzern freigestellt, Ihr Vertrag mit dem FCL läuft noch bis Ende Saison. Ab sofort aber stellen Sie mit Burki die Mannschaft und den Trainerstaff für die neue Saison zusammen. Ist das im Sinn der Luzerner?

Ich werde mich schnellstmöglich mit dem FCL an einen Tisch setzen und das klären. Da ich und der FCL nicht im Streit auseinander gingen, erwarte ich da keine Probleme.

Sie waren seit der Jurendic-Entlassung an allen FCA-Spielen – wie nah werden Sie künftig an der Mannschaft sein, jetzt wo klar ist, dass Sie ab Juni als Cheftrainer übernehmen?

Ich werde alle Spiele besuchen, vielleicht punktuell auch mal ein Training beobachten. Aber mit der nötigen Distanz. Denn das aktuelle Trainerduo Stephan Keller/Ton Verkerk soll sich darauf konzentrieren können, die Saison versöhnlich abzuschliessen.

Apropos Keller: Wird er Ihr Assistenztrainer sein?

Das weiss ich noch nicht. Ich werde schnellstmöglich mit Stephan Keller zusammensitzen und ihn kennenlernen. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Stephan Keller

Stephan Keller