Challenge League

Die Erinnerungen an Xamax sind gut: Ärgert der FC Aarau heute Abend das nächste Spitzenteam?

Nach dem Auftaktsieg gegen Schaffhausen wartet das Auswärtsspiel beim Tabellenführer und designierten Aufsteiger: Für den FCA geht es um einen weiteren Prestigeerfolg.

Der Auftakt ins Jahr 2018, in dem alles besser werden soll, ist dem FC Aarau geglückt: Resultatmässig dank des 2:1-Heimsiegs gegen den Tabellendritten Schaffhausen sowieso, aber auch die Art und Weise war mehrheitlich überzeugend. Zudem verdiente sich der FCA mit einem kämpferischen Auftritt das Glück des Tüchtigen.

Viel Wille, Leidenschaft und Kampf – diese Dinge sind auch heute Abend gefragt, soll es resultatmässig im gleichen Takt weitergehen. In Neuenburg nämlich wartet die ultimative Bewährungsprobe auf die Mannschaft von Trainer Marinko Jurendic: Einen stärkeren Gegner als Xamax gibt es in der laufenden Challenge-League-Saison nicht.

Erinnerungen an einen emotionalen Abend

Dass Xamax aufsteigen wird, das steht kaum zur Diskussion. Umso prestigeträchtiger wäre für den FCA ein Erfolg in der Maladiére. Die Erinnerungen ans letzte Aufeinandertreffen sind jedenfalls gut:

Es war am zehnten Spieltag, am 29. September 2017, als Xamax in Aarau zu Gast war. Die Aarauer steckten damals tief in der Krise, eine weitere Niederlage gegen den souveränen Tabellenführer schien programmiert. Doch dann dies: Mit einer unglaublichen Willensleistung, kämpferisch auch mal an der Grenze des Erlaubten, kaufte der FCA den Neuenburgern den Schneid ab: 2:0 stand es am Ende einer hektischen Partie, in der FCA-Trainer Jurendic und sein Neuenburger Kollege Decastel vom Schiedsrichter auf die Tribüne geschickt wurden. Die Tore am vielumjubelten Abend im Brügglifeld, in dem erstmals in der Saison richtig Feuer drin war,  erzielten Patrick Rossini und Varol Tasar.

Stimmen zum Spiel FC Aarau-Neuchatel Xamax 2:0

Stimmen zur Partie am zehnten Spieltag: FC Aarau-Neuchatel Xamax 2:0

Interviews mit Torschütze Varol Tasar sowie mit Cheftrainer Marinko Jurendic

Apropos Tasar: Sein Stern ging an diesem Abend auf. Doch die vergangenen Monate waren für den Flügelflitzer immer wieder geprägt von gesundheitlichen Rückschlägen. Zuletzt plagte ihn im Trainingslager eine zähe Muskelzerrung im Oberschenkel und kurz vor dem Rückrundenauftakt gegen Schaffhausen tauchten die altbekannten Rückenprobleme wieder auf.

Dass Tasar heute in Neuenburg zum Einsatz kommt, ist äusserst fraglich. Der altertümliche Kunstrasen in der Maladièere ist alles andere als gelenkschonend. Deshalb steht auch der Einsatz von Rückkehrer Miguel Peralta auf der Kippe, der zuletzt Schemrzen im Knie verspürte. Ebenfalls unsicher ist der Einsatz von Olivier Jäckle: Nach seinem starken Comeback gegen Schaffhausen musste er krankheitshalber zwei Tage aussetzen.

Möglichst wenig verändern

Dafür kehren die zuletzt gesperrten Gilles Yapi und Edmond Ramadani ins Kader zurück. Ob sie auch gleich in der Startelf spielen? Bei Yapi dürfte dies der Fall sein, wenn Jäckle tatsächlich nicht fit genug sein sollte. Ansonsten will Marinko Jurendic möglichst wenig an der gegen Schaffhausen erfolgreichen Mannschaft verändern.

Das gilt auch für die Taktik: Der FCA dürfte Xamax den Ballbesitz mehrheitlich überlassen und auf schnelle Konterangriffe nach der Balleroberung lauern. Genauso kam auch der besagte 2:0-Heimsieg Ende September zustande.

Vor der einen von vielen Stärken der Neuenburger sollten die FCA-Spieler besonders gewarnt sein: Auch wenn sie kurz vor Schluss mit einem oder mehreren Toren in Führung liegen sollten, gewonnen ist dann noch nichts. Nachfragen können die Aarauer beim FC Vaduz, der vor einer Woche in der 89. Minute noch 3:1 gegen Xamax führte, sich nach 95 Minuten jedoch mit einem 3:3 begnügen musste. Es war dies nicht das erste Mal, dass Xamax in den letzten Minuten eine Partie drehte – unter anderem auch im Topspiel gegen Servette gelang dies.

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