Von den Romands aus Genf bis hin zu den St. Gallern und natürlich auch Vertreter des Gastgeber-Kantons Aargau: Alle waren dabei, um die Besten an der Geräteturnen-Schweizer-Meisterschaft der Männer in Wettingen zu küren.

Das bedarf natürlich zuerst einer einwandfreien Organisation. Und diese Organisation glückte dem Team um OK-Präsident Mathias Baumann. Vom Bereitstellen der Verpflegung bis hin zur Durchführung der Wettkämpfe – alles gelang.

Erfahrungen von 2014

«Für die Organisation haben wir nebst den aktiven Turnern des STV Wettingen zusätzlich 200 externe Helfer engagiert, damit alles klappt», sagt Baumann. Der Aufwand, eine Schweizer Meisterschaft in Wettingen zu organisieren, ist beträchtlich. Und doch fand sie am Wochenende schon zum dritten Mal nach 2006 (Männer) und 2014 (Frauen) in Wettingen statt.

«Da spielte uns natürlich die Erfahrung von 2014, die noch frisch in Erinnerung ist, in die Karten. Von diesem Anlass konnten wir viele Konzepte übernehmen. Und ich denke, wir konnten vieles noch besser machen dieses Mal», zog Baumann schon früh am zweiten Wettkampftag ein positives Fazit.

Der Chef des Organisationskomitees erwähnte natürlich auch noch, dass solch ein Anlass eine gute Vorbereitung brauche, um am Schluss die Lorbeeren einheimsen zu können. «Ich denke aber, es lohnt sich jedes Mal, eine Schweizer Meisterschaft zu organisieren.

Unsere Sportler im Verein profitieren und für den STV Wettingen ist es eine lukrative und prestigeträchtige Sache», sagte Baumann abschliessend, bis er weiterzog um den Wettkampf auf die organisatorische Schlussrunde zu schicken und die letzten Mannschaftswettbewerbe starten zu lassen.

Drei Aargauer überzeugen

Am ersten Tag der Schweizer Meisterschaft waren die Einzelwettkämpfer gefragt. Überzeugen konnte da vor allem ein Trio aus dem Aargau. In der Kategorie Herren holte sich das Brüderpaar André und Remo Keller (beide vom STV Wettingen) mit der gleichen Punktzahl die Silbermedaille. Und in der besten Kategorie K7 konnte sich der Einheimische Simon Müller nach fünf gezählten Geräten mit dem achtungsvollen sechsten Rang bekleiden.

Müller zeigte sich mit ein wenig Abstand zwar glücklich über die Stimmung in der heimischen Halle, dennoch wurmte es ihn ein wenig, nicht noch besser in der Rangliste abgeschnitten zu haben. «Ein Gerät ist mir nicht so ideal gelaufen, dafür andere wie der Barren sehr gut. Ich war ein wenig nervös, aber es hat riesig Spass gemacht vor so vielen Freunden zu turnen», sagte Müller.

So viel Begeisterung konnten die Mannen aus dem Aargau natürlich auch gut im Mannschafts-Wettkampf gebrauchen. In der Kategorie 1 holte sich der Aargau (mit Müller im Team) Platz vier. Dies wurde vom Publikum, dass über die zwei Tage hinweg eine tolle Stimmung in der Halle zelebrierte, nochmals mit grossem Applaus honoriert.