Handball-Cup

Die Chance des Aussenseiters ist intakt: Städtli glaubt im Sechzehntelfinal gegen Endingen an den Sieg

Jonathan Knecht (hier noch im Dress des TV Endingen) trifft im Cup mit dem STV Baden auf seine ehemaligen Teamkollegen aus dem Surbtal.

Jonathan Knecht (hier noch im Dress des TV Endingen) trifft im Cup mit dem STV Baden auf seine ehemaligen Teamkollegen aus dem Surbtal.

Rückraumspieler Jonathan Knecht und Flügel Philipp Wildi treffen am Mittwochabend (Anpfiff: 20.15 Uhr) im Sechzehntelfinal des Schweizer Handball-Cup mit dem NLB-Klub STV Baden auf Ex-Klub und NLA-Vertreter TV Endingen.

Ob im Fussball, Eishockey oder Handball: Die Affiche «David gegen Goliath» gehört zu jedem Cup-Wettbewerb. Der Cup-Sechzehntelfinal zwischen dem STV Baden und dem TV Endingen von heute Abend in der Aue (Anpfiff: 20.15 Uhr) ist allerdings kein klassisches Beispiel für einen solchen Vergleich.

Klar: Städtli, der B-Ligist, geht grundsätzlich als Aussenseiter in die Partie gegen die Surbtaler, die im vergangenen Frühling souverän in die NLA aufgestiegen sind. Aber: Favorit Endingen kämpft derzeit mit argen Verletzungssorgen. Nach Joel Huesmann, der wegen eines gebrochenen Mittelhandknochens in seiner Wurfhand ausfällt, und Christian Riechsteiner, der wegen einer Entzündung in der Schulter in der Offensive kaum einsetzbar ist, fällt nun auch noch Sven Schafroth zwei Monate aus. Der 23-jährige Rückraumspieler hat sich am Samstag beim 22:31 in Thun einen Riss des Syndesmosebandes im rechten Sprunggelenk zugezogen.

Enge Partien in der vergangenen Saison

«Auf dem Papier ist Endingen als Oberklassiger sicher Favorit», sagt Jonathan Knecht, der zwischen 2010 und 2018 insgesamt sieben Saisons im Trikot des TVE bestritten hat, und ergänzt: «Aber die Partien gegen den TVE in der vergangenen Saison haben gezeigt, dass wir nahe dran sind.» Mit 32:33 und 34:36 gingen die beiden Direktvergleiche in der NLB tatsächlich nur knapp an die Endinger.

Knecht, der Anfang 2019 von GC Amicitia zu Städtli gewechselt hat, freut sich auf das Spiel gegen seine ehemaligen Teamkollegen: «Meine Vorfreude ist unglaublich! Weil ich im Frühling verletzt war, habe ich die Partie gegen Endingen verpasst. Nun habe ich zum ersten Mal die Chance, gegen meinen ehemaligen Klub anzutreten», sagt der 26-Jährige.

«Wir hätten schwieriigere Lose erwischen können»

Auch Knechts Teamkollege Philipp Wildi freut sich über die Auslosung: «Ein Derby ist grundsätzlich schon etwas Spezielles mit vielen Emotionen – umso mehr im Cup», sagt der rechte Flügel des STV Baden.

Wildi hatte 2016/17 für eine Saison beim Gegner von heute Abend gespielt. «Vielleicht hat der TVE kleine Vorteile, aber ich erwarte ein sehr ausgeglichenes Spiel. Ich will Endingen auf keinen Fall schlecht reden, aber wir hätten sicher schwierigere Lose wie beispielsweise die Kadetten, Pfadi oder auch den HSC erwischen können.»

Städtli ist Hauptprobe für Cup-Derby missglückt

Die Hauptprobe für die Partie von heute Abend ist dem STV Baden missglückt: 28:30 unterlag Städtli dem TV Solothurn am vergangenen Samstag. Trotzdem glaubt der Aussenseiter an seine Chance. Und die ist durchaus intakt.

Aber: Auch auf Seiten des TV Endingen lässt man sich durch die alles andere als ideale Ausgangslage nicht aus dem Konzept bringen: «Städtli hat die Hauptprobe für diese Partie ebenso verloren wie wir. Sie werden also genauso heiss darauf sein, wie wir. Aber auch wenn Derbys immer eine ganz spezielle Angelegenheit sind und eigenen Gesetzen folgen, gehe ich trotzdem davon aus, dass wir gegen Baden klar favorisiert sind», sagt TVE-Kreisläufer Simon Wittlin – und versucht damit, aus dem Aargauer Cup-Derby eben doch eine David-gegen-Goliath-Affiche zu machen.

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