Beachvolleyball
Die Brüder Suter wollen auch an der SM ganz nach oben

Die Brüder Sutter aus Kleindöttingen sind an der Schweizer Meisterschaft als Nummer 6 gesetzt. Mitte August hatten die beiden in Basel gezeigt, wozu sie fähig sind. Die beiden landeten auf der Coop Beachtour ihren ersten Sieg.

Andreas Fretz
Merken
Drucken
Teilen
Andy (links) und Roman Sutter wollen nach ihren Siegen bei nationalen Events auch an der Schweizer Meisterschaft zuschlagen. Knecht/ZVG

Andy (links) und Roman Sutter wollen nach ihren Siegen bei nationalen Events auch an der Schweizer Meisterschaft zuschlagen. Knecht/ZVG

Rechtzeitig vor der Schweizer Meisterschaft in Bern (heute bis Freitag) setzten die Brüder Sutter ein Ausrufezeichen. Den Barfüsserplatz in Basel verliessen die Kleindöttinger als Sieger. Das war Mitte August. Es war ihr erster Sieg auf der Coop Beachtour. So richtig Zeit zum Feiern blieb allerdings nicht. Gleich im Anschluss ging es an ein internationales Turnier in Bulgarien. «Wie hoffen, dass wir die Feier nach der Schweizer Meisterschaft nachholen können», sagt Roman Sutter, «am liebsten mit einem weiteren Erfolg. Diesmal auf dem Bundesplatz.» In Bern sind die Brüder Sutter als Nummer 6 gesetzt. Zuoberst in der Entry List stehen die Olympia-Achtelfinalisten Heyer/Chevallier und Heuscher/Bellaguarda.

Seit zwei Saisons treten Andy (27) und Roman Sutter (24) gemeinsam an. «Der Sieg in Basel zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind», ist Andy Sutter überzeugt. Die erste Saison der beiden verlief nicht nach Wunsch. Obwohl sich die Brüder bestens kennen, mussten sie sich auf dem Platz zuerst finden. «Gerade zwischenmenschlich war es nicht immer einfach», sagt Andy, «wir mussten lernen, miteinander zu kommunizieren. Anfangs wussten wir nicht, was da auf uns zukommt.» Es ist ein schmaler Grat, die richtige Mixtur aus Harmonie und Reibung zu finden. Das war früher bei den Laciga Brüdern auch nichts anders.

International noch nicht auffällig

In diesem Jahr liessen die Sutter-Brüder zumindest auf nationalem Parkett ihr Potenzial aufblitzen. Neben dem Sieg in Basel triumphierten sie auch am Beachevent in Olten. Auf der internationalen Bühne gelang den Aargauern der Durchbruch indes nicht. «National war es in diesem Jahr sicher etwas einfacher, weil sich die Olympia-Teams auf London konzentriert haben», sagt Andy Sutter. Doch in Bern sind alle am Start. «Wir können an einem guten Tag auch ein Olympia-Duo schlagen», sagt Roman Sutter, «einige Spieler sind nach der langen Saison vielleicht etwas müde. Die Schweizer Meisterschaft bietet eine gute Chance für einen Exploit.» Die Aargauer hoffen, dass sie am Freitag noch im Wettbewerb stehen. Dann werden auf dem Platz vor dem Bundeshaus die Halbfinals und Finals ausgetragen. Es wäre für die Sutters quasi ein Heimspiel, denn seit drei Jahren wohnen die Brüder in Bern in der Nähe des Beach Centers, um sich dort voll ihrem Sport und dem Fernziel Olympische Spiele 2016 zu widmen.