Duathlon

Die belgischen Flaggen liegen beim Powerman Zofingen bereit

Joeri Vansteelant (hier bei seinem Sieg 2012) geht als Topfavorit ins Rennen.

Joeri Vansteelant (hier bei seinem Sieg 2012) geht als Topfavorit ins Rennen.

Der Powerman in Zofingen dient am Sonntag zum siebten Mal als Langdistanz-Weltmeisterschaft. Dabei will der Belgier Joeri Vansteelant seinen vierten Titel nach 2009, 2011 und 2012 gewinnen.

Joeri Vansteelant, der jüngere Bruder der verstorbenen Duathlon-Legende Benny Vansteelant, konnte im Vorjahr seinen Titel über 10 km Laufen, 150 km Radfahren und 30 km Laufen nicht verteidigen, da er in der Vorbereitung von einem Auto angefahren worden war. Der 32-jährige Belgier wird in Zofingen in erster Linie von seinem Landsmann und Titelverteidiger Rob Woestenborghs herausgefordert. Mit Seppe Odeyn, der erstmals dabei ist, dürfte ein weiterer Belgier im Kampf um die Medaillen mitmischen. «Gut möglich, dass wir dieses Jahr beim WM-Männerrennen drei belgische Flaggen für die Siegerehrung bereithalten müssen», sagt OK-Präsident Stefan Ruf.

Verletzter Sutz in neuer Rolle

Die Schweizer Hoffnungen auf einen Podestplatz ruhen auf André Moser, dem überraschenden Zweiten der letzten Austragung. Der 30-jährige Berner betont, die zu Saisonbeginn aufgetretenen Achillessehnenprobleme vollständig überwunden zu haben. Der verletzungsbedingt nicht am Start stehende Andy Sutz, der Sieger von 2008 und 2010, ist als Co-Kommentator der Live-TV-Sendung auf Tele M1, TeleZüri und TeleBärn (am Sonntag zwischen 14 und 16 Uhr) engagiert.

Aussichtsreichste Titelanwärterinnen bei den Frauen sind die Schwedin Eva Nyström, die Siegerin der letzten beiden Jahre, sowie Weltranglisten-Leaderin Susanne Svendsen und die vom Radfahren kommende Emma Pooley. Die im Kanton Zürich wohnhafte Pooley gewann bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking Silber im Einzelzeitfahren und zwei Jahre später als erste Britin den Weltmeistertitel dieser Disziplin. Im Triathlon hatte sie zuletzt Anfang Juni mit einem zweiten Platz hinter Daniela Ryf und vor Olympiasiegerin Nicola Spirig über die halbe Ironman-Distanz Anfang Juni in Rapperswil-Jona imponiert.

1500 Teilnehmer als Ziel

Der Powerman Zofingen, der zum 26. Mal stattfindet, hat über die Region hinaus einen grossen Stellenwert. Er ist Mitglied von «Aargau Top Sport», dem die wichtigsten Aargauer Sport-Grossanlässe angehören. Der Powerman Zofingen ist zudem auch ein offizieller Swiss Olympic Event und damit im Kanton Aargau die einzige WM mit einem solchen Status. In den letzten acht Jahren konnte der Powerman Zofingen die Teilnehmerzahlen in den verschiedenen Starts wie PowerKids, Powerman Charity, Kurz- und Langdistanz stets steigern. In den letzten drei Jahren machten 1300 bis 1480 Leute mit, so viele wie seit 2000 nicht mehr. Heuer will das OK die 1500-Teilnehmer-Grenze sprengen. (si/pd)

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