Hornussen

Die Aufsteiger von Mättenwil-Zofingen überraschen zum Auftakt

Mit einem Sieg gegen Gerlafingen-Zielebach in der ersten Runde der Nationalliga A setzen die Zofinger ein Ausrufezeichen. Präsident Marco Roos ist hocherfreut.

«Das ist ein super Start für uns», freute sich Mättenwil-Zofingens Präsident Marco Roos über den überraschenden Sieg zum NLA-Saisonauftakt gegen das höher kotierte Gerlafingen-Zielebach. Der zweifache Schlägerkönig (2006 und 2009) und Zweitplatzierte am Eidgenössischen im Vorjahr in Lyss ist quasi der Lionel Messi im Team. Der Überflieger eben. «Wir wollten unbedingt eine Nummer vermeiden, was uns dank einer engagierten Leistung im Ries auch gelungen ist», hielt Roos fest.

Von der Schlagleistung her, so der 27-jährige Polymechaniker aus Schötz, hätten er und seine Teamkameraden gegen Gerlafingen-Zielebach in der Regel keine Chance. Dem war denn auch so. Der Gegner schlug satte 117 Weitenpunkte mehr (0/973 - 2/1090). Aber eben: Die favorisierten «Solothurnberner» kassierten im ersten Umgang gleich zwei Nummeros. Beide im Mittelfeld. «Die Sichtbedingungen waren heikel, zudem blies ein aggressiver Gegenwind, der uns die Sache nicht einfach gemacht hat», sagt Teamchef Marco Beer. «Darum haben sie uns eben zweimal erwischt.» Für Beer und seine Kollegen ergo alles andere als ein idealer Meisterschafts-Start. «Nein, gegen Mättenwil-Zofingen hätten wir gewinnen müssen», hält der 30-Jährige fest.

Die Zeiten ändern sich

«Wir nehmen die vier Punkte natürlich sehr gern», so Roos. Selbst wenn man sich nie darüber freue, wenn der Gegner einen Nouss fallen lasse. «Die Bedingungen waren wirklich schwierig», gibt Roos zu. Durch den Gegenwind falle der 78-Gramm-Nouss plötzlich wie ein Stein vom Himmel. Dann nämlich, wenn er den Schub, den ihm der Schläger mit seinem Streich mit auf den Weg gegeben hat, verpufft.» Nichtsdestotrotz: «Unser Saisonziel ist der Ligaerhalt, und darum ist ein idealer Saisonstart natürlich enorm wertvoll für uns», so Roos. Umso mehr, als die Jungen und Neuen noch Erfahrungen sammeln müssten.
Langschläger Roos, der seinem Verein die Treue hält, obwohl ihn jedes Spitzenteam der Liga mit rotem Teppich, Kusshand und Aufmarsch der Dorfkapelle empfangen würde, mag sich noch an Zeiten erinnern, als «wir gegen Gerlafingen ausgesehen haben wie Schulbuben.» Die haben damals, unter besseren Bedingungen, einen Nouss nach dem anderen in den nahen Wald spediert. Diesmal jedoch hat der Aussenseiter das Optimum aus seinen Möglichkeiten rausgeholt.

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