Handball

Die Aufgabe für Zofingens Handballerinnen ist nicht einfacher geworden

Assistenztrainer Martin Accola (rechts) ist zusammen mit Cheftrainer Samir Sarac verantwortlich für die Spar-Premium-League-Handballerinnen aus Zofingen.

Assistenztrainer Martin Accola (rechts) ist zusammen mit Cheftrainer Samir Sarac verantwortlich für die Spar-Premium-League-Handballerinnen aus Zofingen.

Die Zofingerinnen wollen mit einem stark verjüngten Kader den Ligaerhalt in der höchsten Liga schaffen. Kein einfaches Unterfangen.

«Wir wissen, dass wir ein junges und relativ schmales Kader haben», sagt TVZ-Assistenztrainer Martin Accola, «aber das Ziel bleibt der sechste Schlussrang und damit der direkte Ligaerhalt.»

Auf die Saison 2014/15 hin, die in der höchsten Frauenliga am Dienstag begonnen hat, wurde ein neuer Modus eingeführt. Nach einer Dreifachrunde in der Qualifikation – also 21 Partien für jedes Team – wird die Liga zweigeteilt. Die Teams auf den Rängen eins bis vier werden in der Folge um die beiden Plätze im Playoff-Final kämpfen. Auch die Equipen auf den Positionen fünf bis acht nehmen die Punkte mit und wehren sich in der zweiten Saisonhälfte gegen den Abstieg, welchen am Ende der Spielzeit zumindest der Achte nicht mehr verhindern kann. Der Siebte kann immerhin noch hoffen und gegen den SPL2-Zweiten eine Barrage austragen.

Dreikampf um sechsten Platz

«Es sieht danach aus, dass wir ATV/KV Basel und Stans hinter uns lassen müssen, wenn wir den direkten Ligaerhalt erreichen wollen», so Martin Accola, «gegen diese beiden Mannschaften stehen uns wahrscheinlich zehn harte Kämpfe bevor.» Ein erster morgen Samstag in Stans. «In einer höchstwahrscheinlich vollen Halle wird das gleich ein sehr anstrengender Saisonauftakt», sagt der 50-jährige Turnlehrer aus Zofingen, «aber gegen den Aufsteiger müssen wir einfach gewinnen.»

Das wird deshalb so wichtig für die Thutstädterinnen sein, weil sich die meisten der sieben Konkurrenten noch einmal verstärken konnten. Vor allem Spono Nottwil mit dem neuen Trainer Urs Mühlethaler hat kräftig aufgerüstet, unter anderem mit der letztjährigen Ligatopskorerin Soka Smitran. Die routinierte Kreisläuferin hat nach drei Jahren beim TV Zofingen eine neue Herausforderung gesucht.

Was die Luzernerinnen auf dem Papier stärker macht, hat den TVZ dementsprechend geschwächt. Und weil mit Laura Berger, Romy Bachmann, Daria Kaiser und Barbara Gaberthüel auch die Plätze drei bis sechs in der internen Torschützenliste nicht mehr zum Kader von Samir Sarac und Martin Accola zählen, hat sich das Gesicht der Zofingerinnen in den letzten Monaten sehr verändert. «Selbstverständlich fehlen einige äusserst routinierte Spielerinnen», gibt Martin Accola zu, «aber wir haben sehr intensiv trainiert und das Maximum aus der Vorbereitung herausgeholt. Wir gehen mit dem nötigen Respekt in die Saison, aber keinesfalls mit Angst. Ich spüre einen grossen Zusammenhalt in diesem Team der jungen Wilden.»

Neue taktische Vorgaben

Weil gleich vier Rückraumakteurinnen vom letztjährigen Kader nicht mehr dabei sind, musste man sich bei den Thutstädterinnen, die vergangenes Jahr Fünfte wurden und im Final des Schweizer Cups standen, an die neuen Gegebenheiten anpassen. «Im Angriff werden wir viel mehr laufen müssen, um zu Chancen zu kommen», erklärt Martin Accola, «und auch in der Verteidigung mussten wir einige Veränderungen vornehmen.» Es werde beim Auftakt wahrscheinlich noch nicht alles zusammenpassen, «aber eines unserer Hauptziele ist, uns während der Saison kontinuierlich zu verbessern.»

Mithelfen dabei sollen mit Aufbauerin Snezana Kuc und Linksaussen Michelle Schmied (Doppellizenz mit Herzogenbuchsee) auch zwei neue, junge Spielerinnen. Logischerweise hätte das Kader des TV Zofingen noch zwei, drei Verstärkungen mehr vertragen, «aber ich bin sicher, dass wir mit Einsatz und Spielfreude fehlende Routine und Körpergrösse wettmachen können», ist Martin Accola zuversichtlich.

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