Eishockey
Die Argovia Stars kommen ungefährdet zum ersten Heimerfolg

Die Argovia Stars siegen nach einer Verzögerung zu Beginn im ersten Heimspiel der 1.-Liga-Saison glanzlos mit 4:2 gegen Thun. Neuzugang Pascal Wittwer krönte seinen starken Auftritt mit einem Tor und einem Assist.

Pascal Del Negro
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Pascal Wittwer (rechts) wusste mit zwei Assists zu glänzen.

Pascal Wittwer (rechts) wusste mit zwei Assists zu glänzen.

Christian Boss

Eine Stunde vor Spielbeginn deutete in der Aarauer Eishalle noch nicht viel auf eine baldige Eishockeypartie hin. Dichter Nebel lag über dem Eis, die gegenüberliegende Seite des Spielfeldes war nicht zu erkennen. Es war nicht das erste Mal, dass sich, aufgrund der zu warmen Aussentemperatur, in der alten, undichten KEBA Nebel bildete. Mit einer kleinen Verspätung konnte dann doch noch Eishockey gespielt werden, wenn sich der Nebel auch noch nicht gänzlich verzogen hatte.

Verdiente Führung

Die Argovia Stars starteten furios ins Spiel. Bereits nach wenigen Sekunden kamen sie zu ihrem ersten Abschluss – kurz darauf zur ersten Grosschance. Pascal Wittwer, der auf diese Saison hin vom Konkurs gegangenen EHC Basel zu den Aarauern gestossen ist, verfehlte das Tor nach einer schönen Einzelaktion allerdings knapp. In dieser Phase wirkten die Thuner überfordert, Aarau kam zu mehreren Chancen. In der siebten Minute war es dann so weit, Boris Neher konnte nach einem schönen Querpass von Roman Unterluggauer zur verdienten Führung einnetzen.

Die Thuner kamen vorerst nicht zu Chancen, auch weil die Aarauer hervorragend verteidigten. Erst nach 14 Minuten gelang den Gästen die erste wirklich gute Aktion, welche auch gleich zum Ausgleich führte. Mit diesem Unentschieden ging es in die erste Drittelspause.

Das zweite Drittel begann gleich wie das erste – Aarau dominierte und schoss das 2:1 (23.). Danach flachte das Spiel ab, es wurde von vielen Strafen geprägt – zeitweise standen nur noch sieben Feldspieler auf dem Eis. Ganz nach dem Motto: Härte statt Spielwitz, Fouls statt Ideen.

Vorentscheidung vor der zweiten Drittelspause

Nach etwa der Hälfte der Spielzeit wurde das Spiel attraktiver – die Teams kamen vermehrt zu Chancen. In der 36. Minute kombinierte sich das Heimteam durch. Schliesslich war es Christoph Frei, der ein Zuspiel von Wittwer zum 3:1 verwertete. Es war die Vorentscheidung in diesem Spiel.

Denn: Im letzten Drittel ereignete sich lange nichts. Erst kurz vor Schluss (58.) kamen die Thuner durch einen Abpraller noch zum Anschlusstreffer, der die Spannung zurück ins Spiel brachte. Zu mehr reichte es den Gästen allerdings nicht, nur wenig später krönte Aaraus Neuzuzug Pascal Wittwer seinen hervorragenden Auftritt mit dem 4:2 ins leere Tor. Wittwer war gestern der Mann des Spiels, der im Nebel nie die Übersicht verlor.

Starker Schlussmann

Aufgefallen war auch Aarau-Goalie Misko Heimann, der den Sieg mit starken Paraden festhielt. Er zeigte sich allerdings nach dem Spiel selbstkritisch: «Ich spielte heute nicht auf dem Niveau, das ich gerne möchte – beide Tore waren Abpraller.» Zur Leistung des ganzen Teams sagte er: «Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg, wir hatten heute viele gute Aktionen.»

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