Basketball
Die Alte Kanti ist in alter Stärke zurück auf dem Parkett

Die Alte Kanti Aarau gewinnt das erste NLB-Playoff-Halbfinalspiel gegen Swiss Central Basket dank einer starken Teamleistung mit 82:62. Zum Auftakt der Serie waren es vor allem auch die Spieler von der Bank, die Akzente setzen konnten.

Fabio Baranzini
Drucken
Rückkehrer Roman Albrecht (am Ball) markiert sein Revier.

Rückkehrer Roman Albrecht (am Ball) markiert sein Revier.

Totgesagte leben länger: Vor einer Woche wäre die Saison der Alten Kanti Aarau gegen den vermeintlichen Aussenseiter Meyrin beinahe zu Ende gegangen. Und jetzt hat sie mit einer starken Leistung gegen das höher einzustufende Swiss Central Basket ihre Ambitionen auf den Titel eindrücklich angemeldet.

Gleich zu Beginn des Deutschschweizer-Derbys zeigte sich, dass die Zuschauer in der Tellihalle in den Genuss eines hochklassigen Basketballspiels kommen würden. In den ersten 150 Sekunden erzielten die Teams gleich 21 Punkte.

Die Gastgeber bewiesen, dass der Zittersieg gegen Meyrin nicht an ihrem Selbstvertrauen gekratzt hat – im Gegenteil. Je länger die Partie dauerte, desto deutlicher wurde, dass die Alte Kanti an diesem Nachmittag präziser, schneller und härter agierte als Herausforderer Swiss Central.

Bank setzt Akzente

Und für einmal war es nicht einer aus dem Trio Hohler, Lehmann und St. Robert, der das Spiel im Alleingang entschied. Vielmehr es war eine geschlossene Teamleistung, bei der auch die Spieler von der Bank entscheidende Akzente setzten.

Da war beispielsweise Ivan Castro (14 Punkte, 11 Rebounds), der zwar wie immer unauffällig agierte, jedoch eine exzellente Defensivleistung zeigte und in wichtigen Situationen mit einer ruhigen Hand bestach.

Da war auch Rückkehrer Roman Albrecht, der mehrmals eindrücklich zeigte, dass er die gewünschte Verstärkung unter dem Korb sein kann. Punkte warf er zwar nur nach Freiwürfen, aber allein mit seiner physischen Präsenz unter dem Korb war der 2,10-Meter-Mann eine grosse Hilfe. Und dann war da auch noch Michael Jacobsen, der – bis auf eine Szene, in der er es übertrieb und völlig zurecht ein technisches Foul kassierte – die nötige Aggressivität ins Aarauer Spiel brachte und seine Teamkollegen antrieb.

Marchand läuft Hohler den Rang ab

Hinzu kam, dass Léonard Marchand in punkto Spritzigkeit und Wendigkeit Spielmacher Dejan Hohler an diesem Nachmittag den Rang abgelaufen hat und mit 6 Assists und 12 Punkten gross auftrumpfte.

In dieser Verfassung dürfen die Aarauer getrost wieder als Titelanwärter gehandelt werden – wenn sie denn diese Leistung bestätigen können.

Aktuelle Nachrichten