Die Startphase gelang den Aarauern glücklicherweise wie erhofft. Treffsicher von aussen, und einsatzwillig unter den Brettern, sicherten sie sich bereits früh eine relativ komfortable Führung, welche Hoffnung auf eine schnelle Vorentscheidung aufkommen liess. Lausanne hielt jedoch vor allem im zweiten Viertel dagegen, und biss sich zurück in das zunehmend physischer werdende Spiel. Da konnte es schon einmal vorkommen, dass Aaraus Sebastiano Morandi auf dem höchsten Punkt seiner Flugkurve mit einem heranbrausenden Gegenspieler kollidierte, und gemeinsam mit ihm zu Boden stürzte. Die Gastgeber zeigten Präsenz, und hielten das Spiel trotz zweistelligem Rückstand lange Zeit offen.

Tiefer Kader zahlt sich aus

In der zweiten Halbzeit forderte die ruppige Gangart dann aber doch ihren Tribut, und Lausanne musste einen verletzungsbedingten Ausfall hinnehmen. Nichtsdestotrotz blieb das Aufeinandertreffen spannend und vor allem spektakulär. Hohler und Lehmann sorgten für Aarau für die gewohnten Fastbreak-Punkte, während Radic sich wiederholt zum Korb durchtankte. Auch von der Bank kam einiges an Unterstützung, namentlich durch Robertino Engel, der während seiner Einsatzzeit auf starke sechs Rebounds kam, und von den Aufbauspielern Morandi und Kangsen, die das Spiel auch dann kontrolliert führten, als der Leader Dejan Hohler eine Verschnaufpause bekam.

Mit zunehmender Spieldauer wurde der Unterschied, verursacht durch die grössere Tiefe der Aarauer Bank, immer deutlicher. Doch Lausanne kann sich nicht viel vorwerfen, denn die Mannschaft kämpfte bis zum Schluss beherzt um jeden Ball, so dass sogar die letzte Spielminute anmutete, als wäre noch alles möglich. Durch diesen Einsatz auf beiden Seiten wurde den Zuschauern trotz klarem Spielstand nie langweilig, und am Ende konnte Aarau einen hochverdienten Sieg einfahren. Alle verletzungsfreien Spieler wurden eingesetzt, und konnten ihr Potential abrufen.

Am Ende steht ein zufriedener Milenko Tomic, und sein Team, welches den nötigen Zusammenahlt bewiesen hat, um einen solch aktiven, hungrigen Gegner zu bändigen.