Futsal

Die Aargauer Futsal-Könige gewinnen auch im eigenen Wohnzimmer

Goalie Philipp Liebherr hat kein Chance gegen den Schuss von Alessandro Facchinetti zum 2-0.

Goalie Philipp Liebherr hat kein Chance gegen den Schuss von Alessandro Facchinetti zum 2-0.

Der 3. AFV-Cup begeistert immer mehr Leute für die Randsportart. Mit den Wettinger Maniacs gab es in Wohlen den logischen Sieger. Die Wettinger vertreten den Aargau in der höchsten nationalen Liga.

Vor allem in Südamerika ist die Sportart «Futsal» bereits eine etablierte Fussballdiziplin, bei welcher, im Gegensatz zum herkömmlichen Hallenfussball, ohne Banden, auf Handballtore und mit einem kleineren, schwereren Ball gespielt wird. In unseren Breitengraden steckt Futsal zwar immer noch in den Kinderschuhen, erfreut sich jedoch immer grösserer Beliebtheit.

Vor zwei Jahren entschied sich der Aargauische Fussballverband (AFV), in Brugg ein offizielles Turnier auszutragen, um so die Bekanntheit und die Popularität der Sportart zu steigern. «Futsal ist bei uns noch immer eine Randsportart», meint Roland Gaspars, Futsal-Verantwortlicher beim AFV und Initiant des Turniers.

Mit der Lancierung des alljährlich ausgetragenen AFV Futsal Cups sei ein wichtiger Schritt getan worden. «Doch es braucht noch mehr», betont Gaspars, «vor allem muss die Berichterstattung in den Meiden gesteigert werden, denn nur so kann die Sportart auch in der Schweiz bekannter gemacht werden.»

Rasenfussballer (noch) nicht im Futsal-Fieber

Nach den ersten beiden Austragungen in Brugg war dieses Jahr die Sportanlage Hofmatten in Wohlen Schauplatz des Futsal Cups. Im Vergleich zu den früheren Jahren unterschied sich die aktuelle Ausgabe vor allem durch das Teilnehmerfeld; hatte man bei den Turnieren in Brugg die Futsal-Mannschaften noch mit «Sommerfussballteams» ergänzt, so verzichtete man dieses Jahr in Wohlen darauf. «Der ursprünglich gewünschte Effekt, dadurch einige Rasenfussballer für den Futsal-Sport zu begeistern, blieb leider aus, weshalb nun alle zehn aargauischen Futsal-Teams den Titel unter sich ausmachten», erklärt Gaspars.

Neben den sieben Aargauer Mannschaften aus der Nationalliga B und den zwei aus der Nationalliga A war mit den AFM Maniacs aus Wettingen auch ein Team aus der letztes Jahr neu geschaffenen «Swiss Futsal Premier League» als klarer Favorit dabei. Die Gruppenphase schlossen die Wettinger erwartungsgemäss als Gruppenerster ab und fegten danach im ersten Halbfinal den CF Freiamt mit 6:1 regelrecht aus der Halle.

Ein Lokalderby im Finale

Im anderen Halbfinal dagegen begegneten sich mit Titelverteidiger Futsal Brugg und Jester 04 Baden zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Ein spannendes und hartumkämpftes Duell der beiden NLB-Teams entschieden die Badener schlussendlich etwas glücklich mit 2:0 für sich. Die enttäuschten Brugger verloren in der Folge auch das Spiel um Platz 3 gegen den CF Freiamt mit 1:2.

Im Final kam es also zum Lokalderby zwischen den AFM Maniacs aus Wettingen und Jester 04 aus Baden. Zu Beginn war der Zwei-Klassen-Unterschied der beiden Teams jedoch überhaupt nicht ersichtlich. Erst sechs Minuten vor dem Ende konnte der haushohe Favorit aus Wettingen in Führung gehen, welche sie nur drei Zeigerumdrehungen später verdoppelten. Die aufopfernd kämpfenden Badener waren in der Folge zu keiner Reaktion mehr fähig, und so hatte der 3. AFV Futsal Cup mit den AFM Maniacs seinen erwarteten Sieger.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1