Das Abenteuer Nationalliga A ist für die FC Aarau Frauen überhaupt nicht nach Wunsch gelaufen. Die Aufstiegseuphorie war schnell verflogen, als man die teilweise guten Leistungen nicht in Punkte ummünzen konnte und sich schon bald am Tabellenende wiederfand. Von diesem letzten Platz konnten sich die Aarauerinnen nie mehr lösen. Am Ende hatten sie vier Zähler auf dem Konto und wiesen dreizehn Punkte Rückstand auf den Vorletzten Yverdon auf. Nach nur einer Spielzeit mussten die Aarauerinnen damit den Abstieg in die NLB in Kauf nehmen.

Nach der Enttäuschung der vergangenen Saison wollen die FC Aarau Frauen in der nächsten Saison eine Liga tiefer wieder für Furore sorgen. Im Bild: Marina Schwaller (l.) und Nicole Tiller.

  

«Es war für uns trotz allem ein lehrreiches Jahr. Wir haben gesehen, was es braucht, um in der Nationalliga A bestehen zu können», sagt Andreas Zürcher. Der letztjährige Trainer, der jetzt als sportlicher Leiter im Einsatz steht, nennt zwei Hauptkriterien, die man verbessern muss. «Wenn wir wieder in der Nationalliga A spielen wollen, müssen wir als Verein so gut organisiert sein, dass wir nicht vom effektiven Spielbetrieb abgelenkt werden durch Dinge, die im Umfeld des Vereins geschehen. Zudem müssen wir im Team mehr erfahrene Spielerinnen haben, die die Jüngeren führen können. Beides hat uns in der vergangenen Saison gefehlt.»

Andreas Zürcher amtet in der neuen Saison als sportlicher Leiter. Er sagt: «Ich glaube, dass wir mit unserem Kader bereits in dieser Saison die Top 5 erreichen und damit eine gute Basis schaffen können für die Zukunft.»

    

Gewichtige Abgänge zu verkraften

Am 18. August werden die FC Aarau Frauen in die neue NLB-Saison starten. Im Vergleich zur vergangenen Spielzeit haben sie einige gewichtige Abgänge zu verzeichnen. Die Offensivkräfte Lara Jenzer (zu Basel), Stephanie Erne und Julia Höltschi (beide zu Luzern) haben den Verein verlassen und auch die Verteidigerinnen Delia Lahmici (zu Luzern) und Nicole Tiller (zu YB) spielen nicht mehr im Aarauer Schachen. Zudem hat Yasmine Imboden ihre Karriere beendet. Diese Abgänge wurden mit Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs und aus der 1. Liga kompensiert. «Wir wollen ein neues Teams aufbauen, das innerhalb der nächsten drei Jahre die Rückkehr in die NLA schaffen kann», sagt Andreas Zürcher.

Lara Jenzer: Sie ist eine von sechs Abgängen beim FC Aarau – bleibt aber wegen ihres Wechsels zu Basel in der Nationalliga A.

  

Der Mann, der diese Aufgabe auf dem Platz gemeinsam mit den Spielerinnen in die Tat umsetzen soll, ist Charles Grütter. Der neue Trainer der FC Aarau Frauen ist in der Kantonshauptstadt kein Unbekannter, hat er doch unter anderem bereits die U16- und die U21-Equipen der FC Aarau Männer trainiert. Nach den turbulenten letzten zwei Saisons ist man bei den FC Aarau Frauen bestrebt, eine ruhige Meisterschaft zu spielen, um sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. «Wir wollen Ruhe ins Team und in den Verein bringen», so Zürcher. «Ich glaube, dass wir mit unserem Kader bereits in dieser Saison die Top 5 erreichen und damit eine gute Basis schaffen können für die Zukunft.»