Wenn man die erste Halbzeit des Spiels anschaut, dann fällt das Resultat deutlich zu hoch aus. Sekunden vor dem Pausenpfiff kam Höltschi sogar noch zu einem guten Abschluss, doch die in diesem Spiel wenig geforderte Herzog im Zürcher Kasten hielt den Ball ohne Probleme.

Die Aarauerinnen verzeichneten in diesem Spiel nicht viele Chancen. Sie spielten mehr einen Kick- and Rush-Fussball, als ein schönes Kombinationsspiel. Es schien, als trauten sie sich gar nicht, den Ball ruhig laufen zu lassen. Wenn sie den Ball in der Verteidigung hatten, wurde er stets hoch nach vorne spediert. So ergab sich auch kaum eine Torchance.

Logischerweise hatten die Zürcherinnen somit viel mehr Ballbesitz und kamen zu mehr Chancen. Sie kombinierten gut, spielten den Ball gekonnt durch die eigenen Reihen und liessen nichts anbrennen. Der Klassenunterschied war deutlich sichtbar.

Torhüterin brillierte

Ohne Schneider im Tor der Aarauerinnen wäre das Resultat nach der ersten Halbzeit mit mindestens 0:4 ausgefallen. Im Gegensatz zu Lugano, wo die Torhüterin gleich mehrere Patzer in einem Spiel hatte, schien Schneider wie ausgewechselt. Nicht weniger als drei Mal kratze sie den Ball von der Linie und hielt die FCA-Frauen mit den starken Paraden im Spiel. Aber leider nur in der ersten Halbzeit.

Lara Jenzer nach der 0:5-Niederlage gegen Zürich

Lara Jenzer nach der 0:5-Niederlage gegen Zürich

Trotzdem gehen die vier Tore in der zweiten Halbzeit nicht auf das Konto von Schneider. Bei allen vier Toren war Schneider schlicht Chancenlos. Zu grosse Lücken taten sich in der Aarauer Abwehr auf, sodass es drei Mal die eingewechselte Willi war, die Schneider bezwingen konnte. Spätestens mit dem Freistosstor in der 71. Minute war die Hoffnung in den Aarauer Köpfen verschwunden.

An den Ligaerhalt wird geglaubt

Zu der 0:5-Niederlage im heimischen Schachen kommt ein weiterer Punkt, der den Ligaerhalt für die Aarauerinnen zur «Mission Impossible» macht. Direktkonkurrent Yverdon holt auswärts in Luzern einen Punkt. Trotzdem gibt sich Trainer Zürcher optimistisch: «Ich glaube fest an einen Ligaerhalt. Wir wollen es schaffen.»

Yverdon holt also einen Punkt gegen Luzern. Am Samstag geht es auch für die Aarauerinnen in die Innerschweiz. Vielleicht gibt ihnen ja das ein wenig Hoffnung, auch in Luzern Punkte holen zu können. Spielmacherin Lara Jenzer glaubt jedenfalls fest daran: «Wir wollen in Luzern unbedingt gewinnen. Ich glaube fest daran, dass wir den Ligaerhalt noch schaffen, auch wenn nur noch wenige Spiele verbleiben.» Ihr Wort in Gottes Ohr.

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