Dabei begann die Partie verheissungsvoll für die Gäste aus dem Freiamt. Nach nur wenigen gespielten Minuten scheiterten die Wohler am Querbalken und kamen danach immer wieder zu guten Torraumszenen. Allen voran Vilson Doda, Thomas Schiavano sowie Wohlen Toptorjäger sorgten immer wieder für Aufregung im Strafraum der Hausherren.

Die Grösste Chance für den FC Wohlen vergab besagter Davide Giampa, der bereits zum zweiten Mal vom Elfmeterpunkt scheitert. Es wäre zu diesem Zeitpunkt eine hochverdiente Führung für Wohlen gewesen.

Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten. In den letzten Minuten der ersten Hälfte kamen auch die Gastgeber zu Abschlussmöglichkeiten und nutzten noch vor der Pause gleich zwei von diesen. Erst Ricardo Colamartino und nur eine Minute später Christian Mourelle trafen zur zu diesem Zeitpunkt völlig überraschenden Pausenführung.

Zwei Rote Karten in der zweiten Halbzeit 

Was in der zweiten Hälfte geschah, muss den Akteuren des FC Wohlen zu denken geben. Bis in die Nachspielzeit konnte sich Wohlen eigentlich keine hochkarätige Torchance mehr erarbeiten. Im Gegenteil, man nutzte selbst Vorlagen des Gegners nicht. Dieser dezimierte sich nämlich in der 65. Minute selbst, als Adrian Fleury nach einem rüden Foul im Mittelfeld völlig zurecht vom Platz gestellt wurde.

Doch die Überzahl der Wohler hielt nur ganze drei Minuten. Dann liess sich Leotrim Nitaj zu einer Dummheit hinreissen, schubste seinen Gegenspieler um und sah ebenfalls die rote Karte. Die andauernden Provokationen der Biel-Akteure hatten gefruchtet. Gleichzeitig decken sie schonungslos die Schwächen des FC Wohlen auf: die fehlende Spielintelligenz. Statt der Aufholjagd folgte der endgültige Nackenschlag, als Kaua Safari per Schlenzer aus rund 30 Metern zum 3:0 traf.

Wohlen muss sich nach den beiden katastrophalen Leistungen gegen Red Star und Biel hinterfragen. Der Wille und die taktischen wie technischen Fähigkeiten besitzt das Team, um weiter oben mitmischen zu können. Es muss jedoch endlich lernen konstant über 90 Minuten einen kühlen Kopf zu bewahren. Die Chancen, zu zeigen, dass sie es können, haben die Wohler am kommenden Samstag. Dann kommt Zug 94 ins Stadion Niedermatten.