Die Ausgangslage vor der abschliessenden Hauptrunden-Partie gegen St. Otmar St. Gallen ist klar: Gewinnt der HSC Suhr Aarau, dann steht er zum dritten Mal in Serie in der Finalrunde. Auch ein Unentschieden sollte dem Aargauer NLA-Klub nach menschlichem Ermessen aufgrund des massiv besseren Torverhältnisses reichen.

Nur bei einer Heimniederlage wird es eng. Da müsste der HSC auf Schützenhilfe von GC Amicitia Zürich hoffen, das auswärts beim HC Kriens-Luzern antritt. Die Innerschweizer kämpfen im Fernduell mit Suhr Aarau um den letzten verbleibenden Platz über dem Strich – und damit um den Einzug in die Finalrunde. Die folgenden fünf Gründe sprechen für den HSC Suhr Aarau:

1 Das Drama gehört beim HSC zum Standardprogramm

Mit Ausnahme der vorletzten Saison musste der HSC in den vergangenen Jahren immer bis zum Abschluss einer Saisonphase zittern. Ob verpasster Aufstieg (2012/13), Aufstieg (2013/14), Abstieg (2014/15), Aufstiegsdrama mit Wiederholungsspiel (2015/16) oder Finalrundeneinzug (2017/18): Immer war die letzte Partie entscheidend. Der HSC weiss, wie man in solche Partien gehen muss, und vor allem, wie man sie gewinnt.

2 Der Heimvorteil im Hexenkessel Schachenhalle

Der HSC Suhr Aarau darf seine letzte Partie in der Hauptrunde vor eigenem Publikum in der Schachenhalle austragen. Auswärts gab es in dieser Saison bisher 4 Siege und 3 Niederlagen, zu Hause 3 Siege und ebenso viele Niederlagen. Das lässt nur einen Schluss zu: Das siebte Heimspiel muss mit einem Vollerfolg für den HSC enden.

3 Der HSC hat im Sommer in Führungsspieler investiert

Mit Torhüter Dragan Marjanac und Flügel David Poloz hat der HSC nicht nur spielerische Klasse, sondern daneben auch Führungsqualität verpflichtet. Das zahlt sich jetzt aus – zumal mit Co-Captain Tim Aufdenblatten (Augenverletzung), Martin Slaninka (Meniskus) und Beau Kägi (Kreuzband) derzeit wichtige Leistungsträger ausfallen.

4 Die Jungen sind bereit, Verantwortung zu übernehmen

Das grosse Verletzungspech des HSC in den vergangenen Monaten hat aber auch seine positive Seite: Die Jungen um Spielmacher Manuel Zehnder und Abräumer Cedric Christ haben in den vergangenen Partien gezwungenermassen immer wieder Gelegenheit zum Sammeln von Erfahrung erhalten. Das wird sich nun als Vorteil erweisen, da Trainer Misha Kaufmann auch in dieser entscheidenden Phase auf die Jungen angewiesen ist. Nun zahlt sich aus, dass sich der HSC in seiner langfristigen Zukunftsplanung die Förderung des eigenen Nachwuchses und dessen Integration in der ersten Mannschaft auf die Fahne geschrieben hat.

5 Perfekte Ergänzung: Das Trainerduo hat alles im Griff

In Assistent Tom Reichmuth, 50, hat Cheftrainer Misha Kaufmann, 34, auf diese Saison hin eine ideale Ergänzung gefunden. Die beiden haben zuletzt mehrfach bewiesen, dass sie erfolgreich improvisieren können – und fast auf jede Aufgabenstellung eine Lösung finden.