Basketball

Derbysieg als Initialzündung für Baden?

Cinzia Ferrari (rechts): Die beste Spielerin der Partie. fba

Cinzia Ferrari (rechts): Die beste Spielerin der Partie. fba

Im zweiten Aargauer NLB-Derby konnte sich Alstom Baden für die Heimniederlage gegen die Alte Kanti Aarau revanchieren.

Wer ein Freund von Zahlen und Statistiken ist, der hätte sein Geld vor dem zweiten Aargauer Derby auf die Alte Kanti setzen müssen. Die Aarauerinnen haben mehr als doppelt so viele Punkte und Siege vorzuweisen wie Alstom Baden. Doch wie es im Sport so ist: Zahlen sagen nur die halbe Wahrheit. Beim zweiten Aufeinandertreffen – das erste hatte Aarau im November mit fünf Punkten Vorsprung gewonnen – lief nichts nach Papierform.

Von der ersten Minute an waren es die Badenerinnen, die dem Spiel dem Stempel aufdrückten. Die Alte Kanti war gefordert, konnte aber nicht reagieren. Das Angriffsspiel der Gastgeber wirkte schwerfällig und es dauerte viel zu lange, bis die Pässe gespielt wurden. So hatte Baden genügend Zeit, seine Defensive zu organisieren und dem vermeintlichen Favoriten das Leben schwer zu machen. «Uns war klar, dass wir nur über die Defensive gewinnen können. Wir wollten Aarau brechen und nicht ins Spiel kommen lassen», beschrieb Badens Captain Florence Hügli die Taktik. Diese ging auf, denn in den ersten 20 Minuten brachten die Aarauerinnen nur äusserst bescheidene 13 Punkte zustande.

Ferrari überragend

Ganz anders die Badenerinnen, die bei Spielhälfte doppelt so viele Punkte auf ihrem Konto hatten. Dies verdankten sie vor allem der überragenden Cinzia Ferrari. Die flinke Aufbauerin wirbelte die Aarauer Hintermannschaft gehörig durcheinander und erzielte 21 Punkte. Im Sog von Ferrari zeigten auch ihre Teamkolleginnen eine ansprechende Leistung und verwalteten den Vorsprung gegen die zunehmend verzweifelt agierenden Aarauerinnen souverän. Am Ende gabs einen deutlichen 58:45-Auswärtssieg für Alstom Baden. Und wer die Mannschaft hat spielen sehen, der fragt sich: Wieso steht die auf dem zweitletzten Tabellenrang? «Unsere Vorrunde war sehr frustrierend. Wir haben viele Punkte liegen lassen, weil wir nicht konstant genug waren. Wenn wir aber so auftreten, können wir jeden schlagen», sagte Hügli nach dem Spiel und hofft, dass der Derbysieg als Initialzündung für die kommenden Spiele dient.

Positive Bilanz trotz Niederlage

Die Gefühlslage auf der Gegenseite sah ganz anders aus. Den Aarauerinnen stand die Enttäuschung über die schwache Darbietung ins Gesicht geschrieben und auch Trainer Tomic fand klare Worte. «Mit einer solchen Leistung kann man nicht zufrieden sein. Wir haben unseren Rhythmus nie gefunden und liessen uns von Badens aggressiver Defensive aus dem Konzept bringen. Sie haben verdient gewonnen», analysierte Tomic. Trotz der Niederlage zieht er ein positives Fazit der bisherigen Saison, denn die Aufsteigerinnen der Alten Kanti rangieren weiterhin auf Rang drei.

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