Unihockey
Der zu schnelle Ausgleich

Der UHC Mittelland schlägt Bremgarten im Derby deutlich mit 9:5.

Adrian Köchli
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Aargauer Zeitung

Der nach einer Fusion von Olten und Zofingen zusammengeschlossene UHC Mittelland war als klarer Favorit ins erste 1.-Liga-«Kantonsderby» seit längerem gestartet. So verwunderte es auch nicht, dass Mittelland von Beginn der Partie die Kontrolle über das Geschehen übernehmen wollte. Bremgarten hingegen war zwar bedacht, das Tempo des UHC Mittelland mitzugehen, doch der Respekt vor dem seit dem 1. Mai 2010 bestehenden Zusammenschluss war doch ziemlich gross.

Mit dem 0:2-Rückstand nach dem ersten Drittel war der UHC Bremgarten dann auch noch weitestgehend gut bedient. Das zweite Drittel sollte dann der furioseste Teil der Veranstaltung werden. Nachdem Mittelland in der 24. Minute auf 3:0 davonziehen konnte, glaubte zunächst niemand mehr an ein Comeback der Bremgarter. Doch diese bewiesen Moral und erzielten innerhalb von fünf Minuten (27., 28. und 32. Minute) die drei Tore zum Ausgleich.

Diese Aufholjagd innert weniger Minuten war dann doch etwas des Guten zu viel für den UHC Bremgarten, wie auch Bremgarten-Trainer Peter Zingg erklärte: «Wir kamen durch den schnellen Ausgleich in eine Euphorie, die uns das Genick brach.» Was Zingg damit meinte, waren die drei Tore des UHC Mittelland von der 36. bis zur 38. Minute bis zum 6:3 – gleichbedeutend mit der Entscheidung in diesem Spiel.

Das dritte und letzte Drittel war dann eher ein Schaulaufen, als dass es noch um etwas ging. Beiden Teams war klar gewesen, dass die Suppe gegessen war. Dennoch gab es für die Zuschauer noch einige tolle Kombinationen und Tore zu bestaunen. Bremgartens Trainer Zingg zeigte sich zwar in einigen Szenen verärgert über die Schiedsrichter-Leistung, wollte aber lieber die Leistung seiner eigenen Mannschaft loben und hervorheben: «Wir haben jetzt innerhalb einer Woche gegen zwei sehr gute Mannschaften gespielt und dabei nicht schlecht ausgesehen. Darauf müssen wir aufbauen, denn es sind nicht Teams wie Mittelland, gegen die wir Punkte holen müssen, sondern die aus unserer Tabellenregion.» Zinggs’ Pendant, Mittelland-Trainer Rolf Riggenbach, zeigte sich nach dem Spiel einerseits glücklich über den Sieg, sagte aber auch: «Wir müssen besser werden in unserer Verwertung der Chancen. Man muss aber auch sagen, dass es neben uns drei Teams in der Liga gibt, die das Spiel wie wir gegen die anderen Vereine machen müssen, und das ist nicht immer einfach umzusetzen. Doch wenn wir einige unserer kleinen Schwächen noch ausmerzen können, so sehe ich einem NLB-Aufstieg nicht allzu pessimistisch entgegen.»