«Besonders die Philosophie dieses Sports hat mich auf Anhieb beeindruckt», schwärmt der 35-Jährige. Tatsächlich unterscheiden sich die Grundsätze des Ultimate stark von anderen Sportarten. Der so genannte «Spirit of the Game» (der Geist des Spiels) wird hier als erste und grundlegendste Regel aufgeführt. Soll heissen, dass dieser «Spirit» die Verantwortung des Fairplays jedem Ultimate-Spieler als wichtigste Aufgabe überträgt. «Deswegen gibt es bei uns auch keine Schiedsrichter. Natürlich streben auch wir den Sieg an, dies aber nie auf Kosten von Toleranz und Respekt», so Stenflo.

Kleine Schweizer Szene

Ultimate wird weltweit von schätzungsweise 5 Millionen Menschen gespielt. 4,9 Millionen davon stammen aus den USA oder Kanada. Mit knapp 500 Spielern hat sich im Verlaufe der Jahre auch in der Schweiz eine kleine Szene entwickelt. «Es gibt etwa 30 Teams in der Schweiz. Dazu wird jährlich die Schweizermeisterschaft ausgetragen», führt der angehende Gymnasiallehrer aus.

Stenflo spielt momentan bei den Zürich Radicals und den Zürisäcks. Bei mehreren Vereinen gleichzeitig zu trainieren ist hier an der Tagesordnung. «Mit den Radicals organisiere ich für Ende Juli ein Turnier in Ilanz. Bei den Zürisäcks steht vor allem der Spass im Vordergrund.» Sein grösstes Saisonziel nimmt Stenflo aber mit einer anderen Mannschaft in Angriff. Mit den Currier Island Masters wird er im August an der Beach-WM in Italien teilnehmen. «Es gibt eigentlich fast jedes Wochenende irgendwo ein Turnier», weiss der Frisbee-Crack.

Und welche Rolle spielt der Aargau im Ultimate? «So gut wie keine. Meines Wissens gibt es keinen Club im ganzen Kanton. Ich kenne auch keinen Spieler aus dem Aargau», so Stenflo, der mittlerweile in Zürich lebt. Einen eingetragenen Aargauer Club gibt es aber doch: Circumplaudo aus Sins. Immerhin.