Vor einem Jahr unterlag Aarau den Zentralschweizern in den Viertelfinals im Brügglifeld 3:4. Vor zwei Jahren siegten die Aarauer in den Achtelfinals in Luzern 2:1. In Erinnerung bleibt vor allem der Halbfinal 2005: Damals verlor Aarau vor heimischer Kulisse gegen Luzern mit 1:2.

Diesmal treffen die beiden Mannschaften erneut im Brügglifeld aufeinander. Die Ausgangslage ist klar: Nach der 1:5-Pleite in Chiasso ist der Challenge Ligist gegen den Super Ligisten nicht nur krasser Aussenseiter, sondern er steht mit dem Rücken zur Wand.

FC Aarau - FC Luzern 3:4 (12.12.2015) Stimmen zum Spiel

FC Aarau - FC Luzern 3:4 (12.12.2015) Stimmen zum Spiel.

Interviews mit Torschütze Daniele Romano sowie Cheftrainer Marco Schällibaum.

Mit Sandro Burki und Michael Perrier kehren zwei Mittelfeldspieler in die Startformation zurück, die gegen die Tessiner gesperrt waren. Verletzt sind auf Seiten der Aarauer Miguel Peralta, Marco Thaler und Stéphane Besle. Fraglich ist der Einsatz von Juan Pablo Garat, der sich bei der Partie in Chiasso eine starke Prellung am rechten Fuss zuzog und ausgewechselt werden musste.

Der Torhüter

«Das ist keine unlösbare Aufgabe.»

Lorenzo Bucchi:

«Das ist keine unlösbare Aufgabe.»

«Für mich ist es ein spezieller Cup-Viertelfinal, weil ich während drei Jahren beim FC Luzern gespielt habe. Es waren drei sehr wertvolle Jahre. Ich habe als Mensch und als Berufsfussballer viel gelernt. Mir gefällt Luzern ausgezeichnet. Deshalb lebe ich mit meiner Frau und meinem Sohn immer noch in der Stadt am Vierwaldstättersee. Aber ich spiele jetzt für den FC Aarau und gebe alles für diesen Klub.

Natürlich hoffe ich, dass mir Trainer Marco Schällibaum das Vertrauen schenkt. Es wäre grossartig, wenn ich wieder einmal eine Chance bekommen würde. Ich will zeigen, was ich kann. Für den FC Aarau wird es eine schwierige, aber nicht unlösbare Aufgabe. Wir müssen vor allem auf den kräftigen und brandgefährlichen Stürmer Marco Schneuwly aufpassen. Hat er eine Torchance, dann nützt er sie. Ich hoffe, dass das Stadion Brügglifeld voll ist und wir vom Heimvorteil profitieren können. Wenn Emotionen mit im Spiel sind, ist im Cup vieles, ja alles möglich.»

Der Abwehrchef

«Ich darf mir keinen Fehler erlauben.»

Pascal Thrier:

«Ich darf mir keinen Fehler erlauben.»

«FC Aarau gegen FC Luzern: Das ist ein Spiel mit Derbycharakter! Ein Spiel mit grossen Emotionen! Das Gute an der Auslosung: Wir haben ein Heimspiel! Ein Cup-Viertelfinal im Brügglifeld ist nämlich nicht nur für alle Spieler des FC Aarau, sondern auch für die Funktionäre und Fans eine grossartige Sache. Bei aller Begeisterung muss ich es schaffen, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Ich trage in der zentralen Abwehrreihe eine grosse Verantwortung. In der Innenverteidigung habe ich mehr Einfluss aufs Spiel als auf der Seite. Beim ersten Pass in Strafraumnähe darf ich mir auf keinen Fall einen Fehler erlauben. Es muss mir gelingen, die Konzentration vom Anpfiff bis zum Schlusspfiff hochzuhalten. Umso mehr, als das der FC Luzern mit Marco Schneuwly einen Mittelstürmer hat, auf den man jede Sekunde aufpassen muss. Wir sind zwar Aussenseiter, dennoch stehen die Chancen auf ein Weiterkommen bei rund vierzig Prozent.»

Der Captain

«Meine Vorfreude auf den Knüller ist riesig.»

Sandro Burki:

«Meine Vorfreude auf den Knüller ist riesig.»

«Meine Vorfreude auf den Knüller gegen den FC Luzern ist riesig. Der Cup ist die Chance, schnell etwas zu erreichen. Der Sieg gegen Lugano ist der Beweis, dass wir einen Super-League-Klub schlagen können. Aber die Innerschweizer sind ein ganz anderes Kaliber als Lugano. Dennoch kann dieser Mittwoch ein grosser Tag für den FC Aarau werden. Damit es ein grosser Tag wird, muss aber vieles stimmen.

Wir brauchen einerseits eine optimale Leistung, anderseits auch das nötige Quäntchen Glück. Eines kann ich versprechen: Wir wollen die Zuschauer mit einem Auftritt voller Leidenschaft und Herzblut begeistern. Wir sind zwar der klare Aussenseiter, aber wir glauben an ein Weiterkommen. Ich hoffe auf ein volles Stadion Brügglifeld. Und ich hoffe auf den Heimvorteil. Nur mit der Unterstützung unserer Fans haben wir eine Chance. Mit den Fans im Rücken können wir die sportliche Sensation morgen schaffen.»

Der Goalgetter

«Wir wollen in den Halbfinal – auch für unseren Trainer.»

Patrick Rossini:

«Wir wollen in den Halbfinal – auch für unseren Trainer.»

«Kürzlich habe ich ein Video eines Spiels zwischen dem FC Aarau und dem FC Luzern gesehen. Der FC Aarau hat 4:2 gewonnen. Das Brügglifeld war ausverkauft. Die Stimmung unter den Fans hätte besser und ausgelassener nicht sein können. Die FCA-Anhänger sind fast ausgeflippt. Was für Emotionen! Genauso eine Stimmung wünsche ich mir auch für den Cup-Viertelfinal.

Im Cup läuft es nie normal. Da passiert immer etwas Unvorhergesehenes. Nach der 1:5-Pleite in Chiasso haben wir etwas gut zu machen. Aber Luzern ist Favorit und hat mit Marco Schneuwly einen Topstürmer, den man keinen Augenblick aus den Augen verlieren darf. Wir wollen unbedingt in den Halbfinal. Wir sind uns bewusst, dass wir auch für unseren Trainer Marco Schällibaum spielen. Er macht momentan keine einfachen Zeiten durch. Für Schällibaum, für die Fans, ja für den ganzen Verein wollen wir dieses Spiel gewinnen. Es wäre ein deutliches Zeichen in eine sportlich gute Zukunft.»