Unihockey
Der Umbruch bei Olten-Zofingen scheint gut verdaut

Beim Mittelland-Cup bleibt das Heimteam in drei Partien ungeschlagen. Neuverpflichtung Severin Pauli sorgte dabei für den Unterschied.

Tobias Schalk
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Manuel Mucha zeigte sich torhungrig.

Manuel Mucha zeigte sich torhungrig.

Zur Verfügung gestellt

Vor der ersten richtigen Bewährungsprobe gab es viele Fragezeichen, was das Leistungsvermögen der NLB-Equipe von Unihockey Mittelland betrifft. Das Team hat einen Umbruch hinter sich, weniger als die Hälfte der letztjährigen Mannschaft ist noch im Kader. Der Formtest am Mittelland-Cup am Samstag kam daher gerade recht. Drei Wochen vor Saisonstart wusste das Kollektiv in neuer Zusammensetzung allfällige Bedenken zu zerstreuen und mit ersten Erfolgserlebnissen Selbstvertrauen aufzubauen.

Die im Laufe des Tages zusehends tropischen Verhältnissen in der Oltner Giroud-Olma-Halle setzten den sechs Mannschaft zu, worunter die Spielkultur litt. Daher erstaunt es wenig, dass UM die beste Leistung am Morgen bei der Eröffnungspartie bot. Aus einer soliden Abwehr heraus kontrollierten die Mittelländer die Partie gegen den Erstligisten Moosseedorf und rückten die Verhältnisse bald ins rechte Licht. Das Sturmtrio mit den Gebrüdern Mucha und der 20-jährigen Neuverpflichtung Severin Pauli sorgte mit schnellen und präzisen Vorstössen für den Unterschied. Am Ende betrug dieser nach zweimal vierzig Minuten Spielzeit sechs Treffer oder 7:1 Tore.

Vorsprung besser verwalten

Deutlich enger ging es beim 3:3 gegen den Lokalrivalen Langenthal Aarwangen zu und her. Die gesunde Härte eines Derbys liessen beide Seiten nicht vermissen. UM gab das Spiel zwischenzeitlich aus den Händen, wendete die Partie jedoch zu den eigenen Gunsten, nur um kurz vor Schluss den Ausgleich zu kassieren. Trainer Renato Wyss bot dies Anlass zur Kritik: «Wir müssen lernen, einen Vorsprung über die Runden zu bringen.» Ansonsten zeigte sich der Chef an der Bande mit dem Dargebotenen sehr zufrieden und äusserte sich optimistisch, was kommende Aufgaben anbelangt.

Sein Fazit beruhte auch auf dem Auftritt im Final, wofür sich neben Mittelland der NLB-Absteiger Eggiwil qualifiziert hatte. Lange blieb es eine harzige Angelegenheit, bis UM in der Schlussphase nochmals einen Zacken zulegte und einen Zwei-Tore-Rückstand zum 3:3 ausglich. Im Penaltyschiessen bewiesen die UM-Schützen Kaltblütigkeit, während Torhüter Mathieu Unternährer zwei von drei Versuchen der Emmentaler vereiteln konnte.

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