Handball

Der TV Zofingen wehrt sich lange, doch am Ende gewinnt Suhr Aarau

Seppi Zuber (Mitte, Suhr) im Duell mit Tino Stierli (links) und Nathan Burgherr (rechts, beide Zofingen).

Seppi Zuber (Mitte, Suhr) im Duell mit Tino Stierli (links) und Nathan Burgherr (rechts, beide Zofingen).

Der ungeschlagene Leader Suhr Aarau hat sich gegen Zofingen mit 34:26 klar durchgesetzt. Die Zofinger zeigten allerdings einen starken Auftritt. Erst nach 40 Minuten konnte sich Suhr Aarau erstmals mit drei Treffern absetzen.

Der TV Zofingen überraschte in der gut gefüllten Schachenhalle und machte von Beginn an mächtig Dampf: Kaum erfolgte der Anpfiff, lagen die Gäste bereits mit 2:0 in Führung. Manch einer der 720 Zuschauer wunderte sich, denn dies war kein Strohfeuer von Zofingen. Das Team von Trainer Fabio Madia zog dieses Tempo durch und erarbeitete sich bis zur Sirene einen Treffer Vorsprung.

Vermeintliche Vorentscheidung nach der Pause

In einigen Partien fanden die Thutstädter den Tritt nach dem Seitenwechsel nicht mehr. Doch diesmal knüpfte das Team um den unermüdlichen Kämpfer Tino Stierli, mit sieben Treffern der beste Werfer des TVZ, nahtlos an die Leistung an.

Nach 40 Minuten konnte sich der HSC dank drei schnellen Treffern erstmals deutlicher absetzen: Dem ehemaligen Zofinger Seppi Zuber, Patrick Romann und Misha Kaufmann mit einem verwandelten Penalty schien die Vorentscheidung gelungen zu sein.

Zofingen kam nochmal zurück

Doch die Gäste zeigten grossartige Moral und schafften den Anschlusstreffer. Danach zeigte Suhrs Goalie Marco Wyss, der sich stetig steigerte, eine weitere Parade und Kreisläufer Mathias Kasapidis verwandelte den Gegenstoss zum 26:23. Neun Minuten vor dem Ende lagen die Zofinger erneut mit drei Treffern in Rückstand. Doch diesmal konnten sie sich nicht mehr erholen und wurden am Ende durch einen Konter nach dem anderen zu deutlich geschlagen.

Suhr konnte nochmal zulegen

«Wir sind selber schuld», meinte Stierli nach der Partie achselzuckend. Die Niederlage tat weh, war es doch nach den beiden Partien gegen Endingen (Cup und Meisterschaft) die dritte Derbyniederlage innert wenigen Tagen. «Wir kommen nochmals ran, doch auch in dieser Phase haben wir bereits viele Fehler gemacht.

Danach konnte Suhr noch zulegen, wir nicht mehr», meinte der langjährige Suhrer Christoph Hert, der fünf Minuten von der Schachenhalle entfernt wohnt und erst zum zweiten Mal gegen Suhr spielte. Die Aufgaben für die Zofinger werden zukünftig nicht einfacher, gastiert doch mit dem NLA-Absteiger RTV Basel ein weiteres starkes Team in der Thutstadt.

Der HSC kann das Tempo durchziehen

Der HSC behält damit seine weisse Weste und grüsst weiterhin als Leader mit dem Punktemaximum. Die Erleichterung war bei allen Akteuren zu spüren. «Man kann nicht erwarten, dass wir gegen jede Mannschaft schon früh klar vorne liegen», meinte der bärenstarke Kreisläufer Mathias Kasapidis schon fast entschuldigend. Aber die Suhrer können ihre unglaubliche Pace über die volle Distanz durchziehen, während alle bisherigen Gegner immer eine Schwächephase einzogen, welche Suhr dann gnadenlos ausnützen konnte.

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