NLB-Handball
Der TV Zofingen steigt mit einer stark verjüngten Mannschaft in die Saison

Die Liste der Abgänge wurde beim Zofinger Fanionteam länger und länger. Nicht weniger als 13 Akteure mit teils langjähriger Karriere in der Thutstadt haben den Verein verlassen oder gar ihren Rücktritt bekannt gegeben.

Michael Wyss
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TVZ, Ausgabe 2015/16 (hinten von links): Robin Moolan, Luca Schmid, Oliver Mauron, Kristjan Jozipovic, Samuel Schärer und (Mitte) Christoph Frei (Hauptsponsor), Slobodan Scheurer, Florian Steiner (Teammanager), Ilan Baumann, Besfort Biljali, Tomislav Orsolic, Urs Stebler, Zsolt Toth (Trainer), Lukas Moser, Tobias Hottiger (Sportchef) und (vorne) Michael Burri, Nik Schöpfer, Sandro Sieber, Florian von Wyl, Jan Peter. Es fehlen: Marco Lenzin, Josef Zuber, Peter Wagenaar, Simon Scholl (beide Physiotherapeuten).Chris Roos

TVZ, Ausgabe 2015/16 (hinten von links): Robin Moolan, Luca Schmid, Oliver Mauron, Kristjan Jozipovic, Samuel Schärer und (Mitte) Christoph Frei (Hauptsponsor), Slobodan Scheurer, Florian Steiner (Teammanager), Ilan Baumann, Besfort Biljali, Tomislav Orsolic, Urs Stebler, Zsolt Toth (Trainer), Lukas Moser, Tobias Hottiger (Sportchef) und (vorne) Michael Burri, Nik Schöpfer, Sandro Sieber, Florian von Wyl, Jan Peter. Es fehlen: Marco Lenzin, Josef Zuber, Peter Wagenaar, Simon Scholl (beide Physiotherapeuten).Chris Roos

Christian Roos

Nur deren acht sind geblieben. «Wenn ich sagen würde, in der Vorbereitung sei alles tipptopp gewesen, würde ich lügen», erklärt der neue TVZ-Trainer Zsolt Toth, «aber es ist mehr gut gelaufen als schlecht. Mit dem Trainingsbesuch und den Testspielen bin ich zufrieden.» Der Aderlass hat aber beim TV Zofingen Spuren hinterlassen, «wir müssen ein neues Team aufbauen.»

Mit vielen Trainingseinheiten, Testpartien und einem fünftägigen Trainingslager in Toths Heimatland Ungarn hat der neue Übungsleiter versucht, aus den acht verbliebenen Spielern und den zehn Neuen eine Mannschaft zu formen. «Wir brauchen sicher noch ein paar Wochen, bis wir richtig eingespielt sind», sagt der 37-jährige ehemalige Visp- und Solothurn-Trainer, der in seiner Aktivkarriere als Regisseur unter anderem einmal ungarischer Cupsieger wurde und in der Schweiz für Horgen und Amicitia gespielt hat.

Ligaerhalt als Ziel

Deshalb sind die Vorgaben auch eher bescheiden für die am Dienstag beginnende Spielzeit. «Das Ziel ist der Ligaerhalt», sagt Zsolt Toth, «ich erwarte für uns einen Platz zwischen 10 und 12. Auch mehr wäre möglich, mit ein bisschen mehr Training und etwas Glück.» Dem bei der AMAG in Solothurn arbeitenden Trainer liegt ausserdem viel daran, seiner neuen Equipe und jedem einzelnen Akteur zu möglichst viel Selbstbewusstsein zu verhelfen, «denn einige Spieler haben in der letzten Zeit deutlich an Selbstvertrauen eingebüsst.»

Vor allem gegen Ende der vergangenen Saison ist es dem TV Zofingen unter Toths Vorgänger Fabio Madia nicht mehr wunschgemäss gelaufen und die Thutstädter mussten bis in die allerletzte Runde zittern. Erst der Auswärtserfolg bei Yellow Winterthur sorgte letztlich immerhin für den 12. Schlussrang und damit den Ligaerhalt.

Die Winterthurer sind eines jener Teams, die im Sommer ebenfalls viele Wechsel zu verkraften hatten und einiges an Erfahrung eingebüsst haben. «In der gesamten Liga haben viele routinierte Akteure aufgehört», weiss Zsolt Toth, «weshalb ich auch glaube, dass zumindest die Mannschaften aus den hinteren Tabellenregionen etwas schwächer geworden sind.» Ob auch Zofingens erster Gegner, die HSG Siggenthal/Vom Stein dazu gehört, wird sich vielleicht bereits heute beim Saisonauftakt im BZZ zeigen.