Volleyball
Der TV Schönenwerd rüstet sein Kader auf

Im Hinblick auf die NLA-Playoffs, die in gut zwei Wochen beginnen, verstärken sich die Schönenwerder mit dem lettischen Nationalspieler Viktors Korzenevics. Der 2-Meter-Hüne soll die ohnehin schon guten Chancen auf einen Meistertitel noch steigern.

Raphael Wermelinger
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Der Neue in den Reihen des TV Schönenwerd: Viktors Korzenevics.

Der Neue in den Reihen des TV Schönenwerd: Viktors Korzenevics.

ZVG

Der Transfer kommt zwar zu einem relativ späten Zeitpunkt der Meisterschaft zustande, ist aber alles andere als eine Hauruckübung. Das Szenario, während der Saison einen zweiten Ausländer zu verpflichten, wurde schon vor dem Start in die Meisterschaft diskutiert, sagt Teammanager Daniel Bühlmann. Zwei Kandidaten waren bei den Niederämtern im Probetraining, entschieden hat man sich für den 204 Zentimeter grossen Mittelblocker Korzenevics, der zuletzt beim italienischen Klub Vibo Valentia unter Vertrag stand.

Der 28-jährige Lette wurde vom TVS nicht engagiert, weil die Leistungen der anderen Mittelblocker im bisherigen Verlauf der Meisterschaft nicht gestimmt haben, stellt Bühlmann klar. Auf die drei noch sehr jungen Mittelblocker Simon Hofstede (Jahrgang 1992), Christoph Hänggi (1993) und Christopher Frame (1996) zu setzen, sei zwar ein Risiko gewesen, doch dieses einzugehen, habe sich voll ausgezahlt. «Die drei haben sich sehr gut weiterentwickelt», so Bühlmann, «auch mit ihnen können wir jeden Gegner schlagen. Wir waren ja auch mit sechs Schweizern auf dem Spielfeld jederzeit konkurrenzfähig.»

Der Transfer soll der Mannschaft vor der entscheidenden Phase der Saison noch einmal einen zusätzlichen Schub verleihen. Denn die Chancen auf einen Titelgewinn waren noch nie so gross wie heuer. Schönenwerd steht im Cup-Halbfinal, und auch in der Meisterschaft «ist gegen vorne etwas möglich», wie es Bühlmann ausdrückt. Das Ziel sei nun ganz klar der Playoff-Final.

Er brennt auf Einsätze

Trainer Bujar Dervisaj erwartet vom Transfer frische Impulse. Bereits in den ersten Trainings sei eine Leistungssteigerung des gesamten Teams erkennbar gewesen. «Er bringt uns Stabilität und mehr Möglichkeiten im Angriff über die Mitte.» Den Sprungservice sieht Dervisaj als weitere grosse Stärke des Letten. «Von der Art her passt er sehr gut ins Team», gibt sich Dervisaj zuversichtlich, dass Korzenevics schnell integriert sein wird.

Dervisaj hat vor der Abwicklung des Transfers Informationen über Korzenevics eingeholt und von dessen ehemaligem Trainer beim SCC Berlin nur Gutes gehört. Was den Coach der Schönenwerder am meisten freut: «Korzenevics ist hungrig. Er brennt darauf, zu spielen.» Ob dies schon morgen im Meisterschaftsspiel gegen Lausanne oder am Sonntag im Cup gegen Jona der Fall sein wird, ist nicht sicher.

«Zuerst müssen alle Formalitäten geklärt werden. Weil er EU-Bürger ist und noch nie für einen anderen Schweizer Verein gespielt hat, könnte das aber sehr schnell gehen», ist Bühlmann zuversichtlich, dass der Hüne schon heute Samstag gegen Lausanne (17 Uhr, Erlimatt) erstmals das TVS-Dress tragen wird.