Volleyball
Der TV Schönenwerd kämpft sich mit einer Willensleistung zum Sieg

Der TV Schönenwerd gewinnt im Europacup das Hinspiel gegen den griechischen Vertreter Ethnikos Alexandroupolis in der Burkertsmatt in Widen mit 3:1. Nach zwei soliden Sätzen hatten Solothurner im Dritten einen kurzen Durchhänger.

Fabio Baranzini
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Schönenwerds Jordan Richards (r.) im Angriff am Netz.
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Schönenwerds Trainer Bujar Dervisaj gibt seinen Spielern während eines Timeouts Anweisungen.
Europacup, Schönenwerd - Ethnikos Alexandropouli
Jan Schnider steigt beim Smash, beobachtet von seinen Teamkollegen, am Netz hoch.
Schönenwerds Leandro Gerber (r.) bei einem spektakulären Angriff.
Schönenwerds Jordan Richards (r.) im Angriff.
Jubel bei Trainer Bujar Dervisaj

Schönenwerds Jordan Richards (r.) im Angriff am Netz.

Fabio Baranzini

Im letzten Jahr durften die Niederämter erstmals im Europacup antreten. Damals scheiterten sie im Sechzehntelfinal an den hotVolleys Vienna. Gestern startete der TVS nun ins zweite internationale Abenteuer. Diesmal wartete in der Runde der letzten 32 der griechische Vizemeister Ethnikos Alexandroupolis – ein Gegner, bei dem die Schönenwerder nicht genau wussten, was sie erwarten würde.

Der Start in die Partie verlief dann aber vielversprechend. Die ersten fünf Punkte gingen allesamt ans Heimteam, das auch in der Folge die bessere Equipe war. Zwar konnten die Gäste in der Mitte des ersten Satzes den Rückstand verkleinern, da die Schönenwerder im Angriff nicht mehr gleich konsequent agierten.

Die wichtigen Punkte geholt

In den wirklich wichtigen Momenten waren die Jungs von Trainer Bujar Dervisaj jedoch präsenter und holten die entscheidenden Punkte. So auch beim Satzball, bei dem sie nicht weniger als vier Angriffsversuche der Griechen entschärften und am Ende den ersten Satz mit 25:18 ins Trockene brachten.

Zu Beginn des zweiten Satzes ging es im selben Stil weiter. Jan Schnider startete gleich mit zwei Servicewinnern. Nach dem zwischenzeitlichen 7:7-Ausgleich der Griechen, konnten sich die Niederämter wieder steigern. Vor allem Leandro Gerber überzeugte im Sideoutspiel wiederholt mit überraschenden Variationen. Und so wurde auch der zweite Satz zur Beute der Schönenwerder. 25:23 lautete das Skore.

Durchhänger in Satz drei

Nach zwei Sätzen schien der TVS die Sache im Griff zu haben. Doch der Schein trog. Den Beginn des dritten Durchgangs verschliefen die Schönenwerder völlig. Die Gäste steigerten sich bei der Blockarbeit und die Schönenwerder verteilten gleich mehrere Geschenke mit ungenauen Zuspielen, verpassten Abnahmen und waren bei den Smashes inkonsequent.

Die Folge: Ethnikos Alexandroupolis zog auf 18:12 weg. Diesen Vorsprung liess es sich nicht mehr nehmen und gewann den dritten Satz deutlich mit 25:16. «Nach zwei gewonnen Sätzen hatten wir den Sieg schon vor Augen. Da war es sehr schwierig, die Konzentration hochzuhalten», erklärt Gerber das Zwischentief.

Schwieriges Auswärtsspiel

Nach einem harzigen Start in den vierten Satz gelangen den Schönenwerdern bei Aufschlag Gerber drei Punkte in Folge zum 6:3. Es folgte ein Zwischenspurt zum 12:6. Die Emotionen waren wieder da, genauso auch die Präzision im Angriff. Der Vorsprung schmolz zwar bis zum Ende noch gefährlich, doch der TVS gewann den vierten Satz mit 25:23.

«Wir wollten diesen Sieg unbedingt und haben als Team eine sehr solide Leistung gezeigt. Jetzt reisen wir mit einer guten Ausgangslage nach Griechenland. Aber das wird eine schwierige Aufgabe, denn die Griechen sind bekannt für ihre verrückten Fans», so Gerber.

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