Handball NLB
Der TV Möhlin verliert auswärts gegen den BTV Stans mit 29:28

Der TV Möhlin verliert mit einem dezimierten Kader gegen den BSV Stans mit 28:29 (12:13). Es fehlten phasenweise nicht nur die Rückraumakzente, sondern auch die konsequente Defensivarbeit. Stans hatte am Schluss das bessere Ende für sich, auch weil Möhlin den letzten Torwurf vergab.

Michi Mahrer
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Spielmacher Florian Wirthlin am Ball

Spielmacher Florian Wirthlin am Ball

(archiv)

Die Ausgangslage für das auf Rang 13 platzierte Stans war klar, Punkte müssen her, will man den NLB-Verbleib sichern. Noch ist der Rückstand auf das nächstplatzierte Altdorf vier Zähler. Da nun aber Altdorf gegen Schlusslicht Steffisburg gewonnen hat und Stans sein Heimspiel gegen die Fricktaler für sich entschieden hat, beträgt die Differenz zum neu zwölftplatzierten Siggenthal noch drei Punkte.

Danach folgt das breite Mittelfeld. Der TV Möhlin überwintert die Meisterschaftspause mit achtzehn Punkten auf dem dritten Tabellenrang, hinter Baden auf Rang zwei und dem ungeschlagenen RTV Basel an der Spitze.

Stans hat sich im Rückraum seit Anfang November mit dem Serben Nikola Perovic und dem Brasilianer Fernando Dutra Skrebsky verstärkt und sammelt seither Punkte. Zwar haderte der Gastgeber auch mit knapper Ausbeute, kämpfte sich aber immer wieder aggressiv und beweglich zurück. Der TV Möhlin reiste mit einem dünnen Kader in die Innerschweiz: Patrik Vizes fehlte verletzungsbedingt und Florian Doormann war abwesend.

Die spürbaren Belastungen

Und das Team selbst schien die harte Belastung der letzten Wochen doch langsam zu spüren. Möhlin startete mit viel Missgeschick in die erste Halbzeit, machte zu viele Fehler und schien vom Gegnertempo zu oft überrascht und in die Enge getrieben. Nach zehn Minuten markierte aber Manuel Csebits den Führungstreffer zum 4:3.

Was aber nur Sekunden später durch einen Tempogegenstoss der Stanser, wegen eines Fehlers von Möhlin, wieder egalisiert wurde. Offensiv versuchten die Fricktaler souveräner aufzutreten, taten sich aber auch schwer mit der zupackenden Gegnerabwehr und einem starken Stipan Maric im Tor.

Auf der Gegenseite wechselte Zoltan Cordas kurz vor der Pause Nicolas Bamert für Rok Jelovčan ein, welcher heute meist zu spät reagieren konnte. Im engen Spielverlauf ahndeten die Schiedsrichter wenig später «Spiel an Fuss», was den Ballverlust für Möhlin und zu einem schnellen Tor für den Gastgeber führte. Halbzeitstand: 13:12 für Stans.

Der Faden riss in Durchgang zwei

In Durchgang zwei riss der Faden, machte sich grassierende Unsicherheit breit. Grobe Mängel in der Abwehr in den Aussenpositionen, sowie offensiv zu unpräzis bedeuteten nach 35 Minuten einen Vier-Tore-Rückstand. Sechs Minuten später hatten sich die Fricktaler aber wieder auf Gleichstand zurückgekämpft. Nicolas Bamert parierte wichtige Würfe und die Offensive nutzte ihre Chancen sehr gut.

Dann der Horrormoment im Möhliner Aufbau, Manuel Csebits schloss zum 22:20 ab und macht einen fatalen Fehltritt mit dem aufsetzenden Sprungbein. Schmerzverzerrt blieb er am Boden liegen, sein Knie tat höllisch weh. Nach diesem Bruch im Spielverlauf fand Möhlin erstaunlich gut zurück, glänzte mit Oliver Maurons Rückraumtreffern zum 24:20 und 25:21 (49.). Danach schien vieles gegen Möhlin zu laufen. Mauron wurde brutal heruntergezogen und anstatt für Rot, plädierten die Schiedsrichter für die Zeitstrafe gegen David Riederer und auch gegen Sebastian Kaiser, welcher reklamierte.

Das war auch ein Sinnbild im ganzen umkämpften Spielverlauf, das schlussendlich mitverantwortlich für die sich abzeichnende Niederlage war. Zumal die Fricktaler wieder haderten und Stans den Vortritt liessen. Nach dem erneuten Anschluss-Treffer durch Spielmacher Florian Wirthlin zum 27:28 in der 58. Minute, vergab Sebastian Kaiser die allerletzte Chance, wenigstens zum Ausgleich, mit einem Wurf neben das Tor.

Mit dem Auswärtsspiel gegen Stans ist die Vorrunde abgeschlossen. Die NLB-Handballer des TV Möhlin verabschieden sich nun in die verdiente Weihnachts- und Neujahrspause.