Handball

Der TV Möhlin muss eine knappe Niederlage hinnehmen

Der TV Möhlin zog gegen Steffisburg knapp den Kürzeren.

Der TV Möhlin zog gegen Steffisburg knapp den Kürzeren.

Im zweitletzten Heimspiel, nach der vierwöchigen Spielpause, verlor der TV Möhlin gegen den TV Steffisburg knapp mit 30:31. In der ersten Halbzeit lautete das Skore noch ausgeglichen 16:16.

Die Partie begann mit einer Schweigeminute im Gedenken an den zu früh verstorbenen Heinz Soder, Ehrenmitglied vom TV Möhlin.

Kurz nach dem Spielanpfiff setzte sich der Gegner aus dem Berner Oberland ein erstes Mal erfolgreich durch und erzielte den Führungstreffer, nachdem Florian Doormann zuvor im Abschluss gescheitert war. Bereits in der dritten Spielminute sah Steffisburg die erste Gelbe und Marcus Hock durfte den zugesprochenen Siebenmeter verwerten: 1:1.

Möhlin verlor danach den Ball an Janick Reusser, welcher das Leder gleich selbst einnetzte. Erneut gelang Marcus Hock den Ausgleich für das Heimteam und Jonas Buholzer überzeugte am Flügel mit dem dritten Treffer. Nur vierzehn Sekunden später zogen die Steffisburger zum Ausgleich nach (7.).

Ihr Spiel präsentierte sich druckvoll, variantenreich und agil und das äusserte sich langsam aber sicher im Spielstand: 3:6 (11.). Marcus Hock war es dann zu verdanken, dass sein Hammerschuss aus dem Rückraum wieder mehr Präsenz markierte und auch seinem Kollegen am Flügel, Jonas Buholzer, welcher ebenfalls abgeklärt traf.

Aber weil Steffisburg nicht lange fackelte und heute engagiert zur Sache ging, konnte Möhlin nicht wirklich gewinnbringend wegziehen. Es blieb die nächsten Minuten ausgeglichen, mal lagen die Fricktaler vorne, mal deren Herausforderer. Fünf Minuten vor der Halbzeit ging Steffisburg zwar mit zwei Toren in Führung, aber bis zur Pause erwirtschafteten sich die Möhliner doch noch den Ausgleich zum 16:16.

Die offensive Verteidigung als "Geheimwaffe" zog nicht

Zurück in der zweiten Hälfte drückten die Gäste erneut aufs Gaspedal und kämpften sich durch die Abwehrreihe der Möhliner zum nächsten Torerfolg. Im Gegenzug funktionierte bei der Möhliner Offensive nicht alles nach Wunsch und so ging Steffisburg verdient in Führung (19:21).

Auch ein weiterer Versuch, die Gäste mit einer offensiven Verteidigung im Angriff zu stören, beantworteten diese mit längeren und cleveren Laufwegen. So katapultierten sich die Weisshemden galant in Führung (22:26; 49.) und unterbanden gleichzeitig konsequent die Abschlussversuche der Möhliner.

Diese rannten ihrem Rückstand bis zur letzten angebrochenen Spielminute hinterher, erst dann konnten die Fricktaler mittels zehnten und letzten Siebenmeter und durch die Zugabe von Sebastian Kaiser und Mischa Wirthlin, auf 30:31 verkürzen. Das suggerierte kurz vor Ende noch den möglichen Gleichstand für Möhlin.

Trainer Zoltan Cordas hatte zuvor noch eine Auszeit bezogen und sein Team auf die Situation hin vorbereitet. Aber es blieb bei dem einen Versuch. Das Unterfangen „Remis“ scheiterte gleich nach dem ersten Zuspiel, als der Ball in den Händen des zur Stelle rennenden Gegners gestoppt wurde und bald danach die Schlusssirene ertönte.

Dieses weitere Puzzlesteinchen in den letzten Sekunden des Handballspiels steht vielleicht symptomatisch da, für die doch greifbaren Chancen, während des ganzen Spiels und zu einem möglich gewesenen Vorsprung. In der Summe waren sie jedoch mitverantwortlich, dass kein Sieg im Steinli oder an der Baranoia gefeiert werden konnte. Schade!

Möhlin mit: Bamert (1/10), Jelovcan (3/14), Wenger (4/15); Freitag (1), Wirthlin M. (1), Buholzer (7), Doormann (2), Meier (1), Soder, Trüssel, Hock (12), Caminada, Kaiser (4), Tokic (2).

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