«Es ist das Jahr eins nach Marcus Hock», sagt auch Guido Wirthlin. Doch der technische Leiter des Vereins sieht den Abgang des ehemaligen Bundesligaspielers als Chance für die verbliebenen, vorwiegend jungen Akteure und greift zu einer Metapher: «Wenn ein grosser Baum gefällt wurde, erhalten die kleinen Pflanzen automatisch mehr Licht.» Oder anders ausgedrückt: Die Verantwortung wird fortan auf mehrere Schultern verteilt.

Dass Wirthlins Hoffnung berechtigt ist, wird vom Ergebnis des ersten Möhliner Ernstkampfs gestützt: Im Cup eliminierten die Fricktaler nach starker Leistung NLA-Vertreter GC Amicitia Zürich mit 23:19. «Da hat man gesehen, zu was die Mannschaft fähig ist, wenn jeder auf seinem Top-Niveau spielt», freut sich der Sportchef und tritt gleichzeitig auf die Bremse: «Wir wissen, dass es nicht in jedem Match so laufen wird.»

An der Zielsetzung des Tabellenvierten der letzten zwei NLB-Saisons ändert es aber nichts, ein Platz im vorderen Drittel wird anvisiert. Dabei helfen soll auch der neue Rückraumspieler Patrik Vizes. Obwohl erst 24-jährig, soll der Ungar «spielerische Akzente setzen und in hektischen Phasen als ruhender Pol dienen», so Guido Wirthlin.