Eine recht überschaubare Anzahl Zuschauer war in der Sporthalle Birsfelden anzutreffen. Noch kleiner war der Endinger Fanblock, der dank unermüdlichem Trommeleinsatz von Vater Riechsteiner die Mannschaft immer wieder sympathisch anspornte und für gute Stimmung besorgt war. 

Schnelle Führung

Die Gäste aus dem Surbtal gingen sehr schnell und klar in Führung. Variantenreich und mit viel Übersicht erzielten sie die Tore und zeigten sich kompakt in der Abwehr. Vor allem die Abwehrkette überzeugte im ganzen Spiel. Neu formiert und mit Leo Pejkovic verstärkt erwies sie sich als wahres Bollwerk, an dem die Birsfeldener immer wieder scheiterten. 

Souveräne Defensive

Der TV Endingen zog schnell mit 5 Toren weg. Selbst das frühe Teamtimeout der Gastgeber half nicht viel. Der Endinger Block stand kompakt, Birsfelden fiel kein Rezept ein und dies ermöglichte es den Endingern mit grandiosen Gegenstössen die Führung auszubauen.

Kreisläufer Pejkovic (r.) in der Zange.

Kreisläufer Pejkovic (r.) in der Zange.

Der TV Birsfelden kam nur dann ins Spiel, wenn bei den Endingern die Abstimmung nicht stimmte. Kurz vor der Pause häuften sich die Unachtsamkeiten auf Endinger Seite und die Mannschaften zogen sich beim 9:16 in die Kabinen zurück. 

Umgekehrte Welt

Der TV Birsfelden präsentierte sich neu zum zweiten Anpfiff. Die Abwehrreihe agierte plötzlich wesentlich aggressiver und einheitlicher. Die Endinger Gäste trafen dreimal hintereinander über oder neben das gegnerische Tor und der TVB konnte aufholen. Der Endinger Angriff kam mit dem neuen Defensivverhalten der Gastgeber mehr schlecht als recht klar. Wie schon in der Woche zuvor bekundeten sie mit einer offenen Verteidigung ihre liebe Mühe. 

Immer wieder Christian Riechsteiner

Während Leo Pejkovic in der neuen Verteidigungslinie zu überzeugen wusste, setzte Capitain Riechsteiner vorne Akzente. Er zeigte Verantwortung und bewies Spielübersicht. Obwohl mit neun Treffern am erfolgreichsten, musste er zehn Minuten vor Schluss für vier Minuten auf die Bank. Die zum Zeitpunkt unsichere Abwehr, ein Schritt zu spät und ein vermeintliches Wort zuviel führten dazu, dass die Endinger eine doch lange Durststrecke in Unterzahl zu erleiden hatten.  

Verkrampftes Spiel in Unterzahl

Die Endinger überstanden diese brenzlige Situation mit einem "blauen Auge". Obwohl der Angriff verunsichert wirkte und niemand richtigen Druck auf das Tor aufbaute, konnte Birsfelden die Überzahl nicht nutzen und scheiterten zuoft an der solide stehenden Abwehr. Routine und zeitweise starke Einzelleistungen gefährdeten den Sieg mit 21:27 zu keiner Zeit.

Zuschauer sprachen von einem zeitweise zerfahrenen Spiel in der zweiten Hälfte und zeigten sich nicht überzeugt. So ruhten doch auf der Bank etliche gute Spieler, während die Spieler auf dem Feld doch Abnützungserscheinungen zeigten.  

Teammanager Kin lobte die gute Einstellung der Mannschaft. Es hätte nicht alles geklappt und man habe nicht in allen Phasen top gespielt, doch die Spieler hätten genügend Erfahrung bewiesen, um die Gastgeber nicht an sich heranzulassen. "Der Teamzusammenhalt hat sich immer auf der Bank gezeigt. Sie haben sich über jede gute Aktion gefreut, man hat sich gegenseitig unterstützt." (cs)