Handball
Der TV Endingen mit einem Debakel beim Aufsteiger

Akribisch hatte Endingen sich auf das Spiel gegen den Aufsteiger, der dem Leader in der Vorrunde die bisher einzige Niederlage zugeführt hatte, vorbereitet.

Christian Villiger
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Endingen strauchelt gegen den Aufsteiger.

Endingen strauchelt gegen den Aufsteiger.

Alexander Wagner

Doch schon zu Beginn war man immer leicht im Hintertreffen. Die Abwehr war zu defensiv gegen die grossgewachsenen Angreifer und nicht bereit, den entscheidenden Schritt zu gehen. Torhüter Ferrante konnte auch keinen Impuls geben, immerhin Christian Amrein zeigte nach seiner Einwechslung einige Paraden. Der Angriff blieb jedoch Stückwerk, das Spiel von vielen Einzelaktionen geprägt und einzig Nemanja Sudzum vermochte im Angriff individuell zu überzeugen. Kurz vor der Pause nahm dann das Unglück seinen Lauf. Die soliden und kampfstarken Solothurner vermochten erstmals davonzuziehen und zur Pause einen verdienten 5-Tore-Vorsprung herauszuholen.

Marco Kurth mit einem Glanztag

Der Solothurner Ex-Internationale erzielte 15 Tore und unzählige Anspiele an Kreis und Flügel. Die Kreise von Kurth wurden zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt und auch von der Bank kamen keine Impulse für ein Aufbäumen. Die Surbtaler zerfielen in Halbzeit zwei in ihre Einzelteile und in der letzten Viertelstunde zogen sie sogar eine Kanterniederlage ein. Die Solothurner gewannen das einseitige Spiel mehr als verdient und erteilten den Endingern eine schallende Ohrfeige.

Eine Niederlage in dieser Höhe haben die Endinger seit über einem Jahrzehnt weder in der NLA noch in der NLB erhalten.Die Leistung war schlicht und ergreifend unverständlich. Der Trainer und die Spieler hatten keine Erklärung für diesen Auftritt.

Da Stäfa sein Spiel gegen Wädenswil sicher gewann (33:41), beträgt der Vorsprung noch drei Punkte. Die Endinger tun gut daran, nicht einfach Wunden zu lecken, sondern sich an der eigenen Nase zu nehmen. Für den weiteren Verlauf der Meisterschaft gilt es, den bis zu diesem Spiel viel gelobten Endinger Kampfgeist wieder aus der Sporttasche auszupacken und Spiel für Spiel zu nehmen. Diese Niederlage kann eigentlich nur zu einem Aufbäumen und einer klaren Reaktion führen. Für das Final Four vom kommenden Wochenende heisst es, alle Kräfte zu mobilisieren, um gegen den NLA-Klub GC Amicitia Zürich bestehen zu können.

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