Handball
Der TV Endingen meldet sich mit Arbeitssieg gegen Wädenswil zurück

Der TV Endingen gewann verdient mit 39:31 gegen den HC Wädenswil. Nach einer fahrigen ersten Halbzeit konnte sich der TVE steigern und dank einer guten Mannschaftsleistung das Spiel an sich reissen.

Christian Villiger
Drucken
Teilen
Simon Huwyler setzt sich durch.

Simon Huwyler setzt sich durch.

Zur Verfügung gestellt

Der TV Endingen meldet sich zur Meisterschaft mit einem Arbeitssieg zurück. So dominant in der zweiten Halbzeit, so unstet zeigte sich das Team in der ersten. Nach dem Ausnahmehandballerlebnis des vorigen Wochenendes in Olten zeigte die Mannschaft wohl ein zu erwartendes typisches Spiel, das mit zunehmender Spieldauer immer besser wurde. Hochverdient verabschiedeten sich die Endinger vor sehr gut besuchten Zuschauerrängen mit einem 39:31.

Müde Abwehr

Der TVE brauchte gut zwanzig Minuten, um richtig in die Gänge zu kommen. Sie zeigten sich eher nervös zu Beginn und liessen einige technische Fehler zu. Die Defensive kam nicht ins Spiel und wirkte zahnlos. Dem HC Wädenswil gelangen zu viele einfache Distanztore. Die Endinger wirkten nicht immer frisch, so hatten wohl einige noch mit «Tomaten» (grosse Hämatome) an diversen Körperteilen vom letzten, intensiven Wochenende zu kämpfen.

Mit der Zeit fanden die Spieler immer besser ins Spiel und setzten sich im Angriff immer besser in Szene. Kurz vor dem Pausenpfiff schlichen sich dann wieder Unachtsamkeiten ein und die Mannschaft musste Gegentore zulassen. Mit einem 18:15 ging es in die Pause.

Konzentration nicht immer erwartungsgemäß

Die zweite Hälfte startete beinahe so, wie die erste geendet hatte. So erfolgreich im Angriff, so löchrig war die Abwehr. Die Endinger zeigten sich teilweise unsortiert und konnten sich zu Beginn nicht richtig absetzen. Zwei Strafwurfchancen liessen sie sich entgehen, die Konzentration spielte ihnen wohl Streiche.

Die Mannschaft zeigte trotz der kleineren Ungenauigkeiten eine solide Mannschaftsleistung. Sie präsentierte sich torgefährlich auf allen Positionen, zog die Wädenswiler Abwehr mit gelungenen Spielzügen auf den Flügel schön weit auseinander und sicherte sich Tor um Tor.

Captain Riechsteiner, ein sicherer Wert

Christian Riechsteiner präsentierte sich in gewohnt starker Manier als Organisator des Angriffs, der beherzt um jeden Ball kämpfe und sich Spielübersicht bewahrte. Die Mannschaftsteigerung führte zu einer erfreulichen Tordifferenz von zeitweise sicheren zehn Toren.

Die Tempoerhöhung im mittleren Zeitfenster konnten die Gäste vom Zürichsee nicht mehr mitgehen. Dario Ferrante gelangen gegen Ende wieder schöne Ballkontakte. In der letzten Minuten mussten die Endinger mit vier Feldspielern auskommen, denn übermotiviertes Eingriffen forderte seinen Tribut. Mit einem klaren 39:31 verabschiedeten sich die Endinger von ihren Fans.

Teammanager Arak Kin zeigte sich ganz zu frieden mit der Mannschaftsleistung. Die Einstellung auf das Meisterschaftsspiel nach dem Ausnahmewochenende in Olten war nicht einfach gewesen. Der Mannschaft hatte man zwei Tage Pause gegönnt, bevor am Mittwoch wieder mit dem Training begonnen wurde.

«Die Spieler hatten eine hohe Belastung zu verkraften. Es war uns von Beginn an bewusst, dass wir ein schwieriges Spiel vor uns hatten,» so Kin. «Wir sind zu Beginn nicht entschieden genug aufgetreten. Aber die Grundqualität unserer Spieler ist sehr gut. So war uns immer klar, dass sie den Match an sich reissen konnten. Das haben sie ja dann auch getan.»

Telegramm

TV Endingen : HC Wädenswil 39:31 (18:15)

GoEasy Sportarena, Station Siggenthal, 375 Zuschauer, SR Boskoski/Stalder.

TV Endingen: Ferrante, Amrein; Baumann, Feldmann, Huwyler (5), Knecht, Kündig (7), Pejkovic (9), Riechsteiner Ch. (7), Riechsteiner L. (1), Sarac (4), Schubnell (1), Sudzum (5), Wildi.

HC Wädenswil: Hüttenmoser, Saner; Biffiger (1), Gantner P. (2), Gantner D., Gantner S. (4), Gantner Si. (7), Gerster (1), Kälin (3), Knott (5), Mächler (5), Ottinger, Scheurer.