Der TV Endingen startete mit schön herausgespielten Toren, konnte sich aber nicht absetzen, weil die Defensive die Reihen nicht effektiv schliessen konnte. So zogen die Gäste immer wieder nach und liessen sich nicht abschütteln.

Relativ schnell verteidigten sie offen in eine 4:2 Deckung und nahmen so Joel Huesmann und Christian Riechsteiner aus dem Spielaufbau der Endinger. Die restlichen vier Feldspieler mussten umso mehr laufen, der Angriff verlor an Tempo und wurde verworrener. Das Team liess sich nicht aus dem Konzept bringen und spielte weiterhin konzentriert auf.

Bedächtiges Anfangstempo

Der TV Birsfelden passte seine Taktik an, stellte um und so wurde Leonard Pejkovic mit 2-3 Mann umstellt. Pejkovic gelang es sich zu lösen und konnte mit einem seiner berühmt berüchtigten Fallrückzieher spektakulär punkten. Die Endinger fassten allmählich Fuss und setzten langsam aber sicher mit ihren Treffern ab. Die Abwehrkette stand immer besser, der TV Birsfelden musste immer öfter über das angedrohte Zeitspiel angreifen.

Sicheres Auftreten

Christophorus Nungovitch kam immer besser ins Spiel. Das Team arbeitete sicher und abgeklärt an seinen Chancen und verwandelte die sich bietenden Gelegenheiten. Lukas Riechsteiner setzte sich stark und souverän durch, so baute der TV Endingen den Vorsprung aus.

Als Verstärkung für den verletzten Nemanja Sudzum kam Lukas Schubnell zum Einsatz. Er traf «wie in alten Zeiten» und das Publikum hatte seine Freude daran. Kurz vor der Pause liess die Konzentration nach und die Gäste konnten leicht aufholen. Trainer Majeri motivierte sein Team neu und mit einem sicheren 15:10 ging es in die Kabine.

Erneut langsamer Beginn

Die Endinger hatten es wohl nicht eilig, wieder liessen sie sich Zeit, es schien, als wäre eine Spur zu starke Sicherheit zu spüren. Die Mannschaft baute den Vorsprung weiter aus, alles schien in trockenen Tüchern. Im Angriff zeigte sich Armin Sarac gewohnt stark als Strafwurf-Joker.

Die Defensive arbeitete immer kompakter, der TV Birsfelden kam am Block nicht vorbei oder musste sich vor Torhüter Nungovitch geschlagen geben. So stellten die Gäste ihre Verteidigung erneut um. In der doppelten Manndeckung wurden nun die beiden Riechsteiner Brüder abgeschirmt. Die Taktik ging zwar nicht auf, denn Birsfelden konnte den Rückstand nicht mehr wett machen, doch die Endinger wurden müde.

Kurz vor Ende musste Huesmann verletzt vom Feld getragen werden. Die Gäste änderten noch einmal ihre Defensive und versuchten in einer offenen Manndeckung die Wege zu verlängern. Die Endinger antworteten mit viel Erfahrung und Ruhe und nutzten die offenen Räume effektiv mit Toren. Mit einem klaren 30:25 konnten die Endinger ihren zweiten Heimsieg in Folge geniessen.

Laurin Hehl, das 15-jährige Kücken der Mannschaft, war zum ersten Einsatz in der NLB gekommen. Auf die Frage nach seinen Gefühlen antwortete der junge Ehrendinger: «Es hat Spass gemacht, ich war nervös und so habe ich auch gar nicht mitbekommen, dass die 2 Minuten Strafe mir gegolten hat.» Zwanzig Jahre Altersunterschied sind zwischen Hehl und dem Routinier Sudzum, doch die Jungen fühlen sich gut aufgehoben.

Neben Hehl trainieren Joshua Hitz und Andres van Aarten regelmässig mit. «Wir sind alle gleich alt und fühlen uns in der Mannschaft wohl. Wir sind gut aufgehoben.» Nun freut sich Hehl auf den kommenden Donnerstag, wenn der TV Endingen in die Cup-Austragung eingreift, dann darf er wohl wieder mit dabei sein. (cs)