Handball

Der TV Endingen hat die Aufgabe gut gelöst

Nemanja Sudzum ist nicht zu bremsen.

Nemanja Sudzum ist nicht zu bremsen.

Der Gast aus dem Kanton Bern musste mit reduziertem Kader den Weg in den Aargau antreten. Ob es an dieser Schwächung lag oder an der allgemeinen Situation, der TV Steffisburg war vor Spielbeginn stärker eingeschätzt worden, als er sich im Spiel dann zeigte.

Die ersten Spielminuten gehörten ganz dem Gastgeber. Der TV Endingen startete schnell, druckvoll, nutzte konsequent die ersten Chancen und lief ein hohes Tempo. In der Verteidigung gelangt eine geschlossen gute Leistung, die Abwehrkette startete kompakt und aggressiv. Schon schnell zeigte sich, dass der TV Steffisburg nur mit Mühe gegen die Abwehrreihe bestehen konnte. Es gelangen immer wieder Schüsse aus der zweiten Reihe, doch im direkten Vergleich fanden die Gäste kein Mittel.

Das früh eingezogene Timeout half nicht viel. Der anschliessende Angriff der Steffisburger misslang gründlich und die Endinger konnten mit einem komfortablen 9:3 Zwischenstand wegziehen. Captain Christian Riechsteiner zeigte eine starke Leistung. Er zeigte tolle Spielübersicht und traf aus quasi allen Lagen. Diese Übersicht zeigte sich auch, in dem die Endinger von allen Positionen torgefährlich agierten.

Frühes Aus für Lukas Schubnell

Ein dummer Sturz von Lukas Schubnell schockte kurzzeitig alle in der Halle. Der unsanfte Aufprall beim Zusammenstoss führte zu einer ordentlichen Oberschenkelprellung. Schubnell schied entsprechend früh verletzungsbedingt aus. Das Team schien einige Spielzüge zu brauchen, bis es sich mit der neuen Situation arrangiert hatte. Während die Endinger sich aus dem Konzept bringen liessen, nutzten die Gäste die momentane Unsicherheit und verkürzten auf vier Tore.

Beim Halbzeitstand von 18:11 ging es in die Pause. So temperamentvoll die ersten Spielminuten anliefen, so mittelprächtig endete die erste Halbzeit. Der TV Endingen war die klar dominierende Mannschaft, was zu einem zeitweise eher flauen Spiel führte.

Tolle Torhüterleistung

André Willimann zeigte sich heute in einer ausserdordentlichen Form. Bereits beim zweiten Strafwurf, den er bravourös hielt, machte er deutlich, dass er sich in einer tollen Tagesverfassung befand. Ihm gelangen über die gesamte Spieldauer Traumparaden, die in der zweiten Spielhälfte mit langen Applaus von den tollen, unterstützenden Zuschauern honoriert wurden.

Der Start in die zweite Spielhälfte verlief nicht nach Wunsch. mit schlecht platzierten Torwürfen und einer offenen 4:2 Verteidigung kamen die Endinger nicht in die Gänge. Sie konnten die offenen Räume in der Deckung nicht schnell genug schliessen und zeigten im Angriff über kurze Phasen Nerven.

Da Steffisburg bereits nach fünfzehn Spielminuten erste Ermüdungserscheinungen zeigte und das hohe Tempo nicht halten konnte, hielt sich die Gefährlichkeit des Gegners in Grenzen. Der TV Endingen konnte auf neun Tore davon ziehen und zeigte über lange Spielphasen konstant guten Handball.

Zufriedener Trainer

So zeigte sich Trainer Fabian Ammann auch ganz zufrieden mit seiner Mannschaft. Dass sich die Fehlerquote in den letzten Spielminuten wieder häufte, brachte ihn nicht aus dem Konzept. Der Endstand von 32:22 verdeutlichte die Überlegenheit seines Teams und Ammann freute sich, dass mit dem guten Start die Basis für den Sieg gelegt werden konnte. «Wir hatten deutlich längere Phasen, in denen wir sowohl gut verteidigt als auch gut im Angriff waren. Diese Steigerung gegenüber letzter Woche macht mir für die kommende Aufgabe zuversichtlich.»

Abwehrchef Simon Huwiler freute sich über seine zwei Tore und fühlte sich wieder einmal richtig wohl in seiner Haut. «Wir haben heute die beste Leistung der Rückrunde gezeigt.» Gegen die körperlich nicht so robusten Steffisburger war er denn mit der Defensivleistung ganz zufrieden. Auswärts gegen SG GS Kadetten Espoirs wird die Abwehr sich erneut verbessern müssen, da sind sich Ammann und Huwiler einig.

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