Handball
Der TV Endingen gewinnt auch das zweite Cupspiel

Im Cupspiel gegen den SG Pilatus gibt sich der TV Endingen keine Blösse und kann das Spiel erwartungsgemässe mit 33:21 für sich entscheiden. Damit wurde das Gastteam seiner Favoritenrolle in Luzern gerecht und sicherte sich den weiteren Verbleib im Wettbewerb.

Pedro Gisin
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Der TV Endingen gewinnt souverän gegen den SG Pilatus.

Der TV Endingen gewinnt souverän gegen den SG Pilatus.

Pedro Gisin

Das Team um Abwehrchef Simon Huwyler war von Beginn gut in der Defensive aufgestellt. Huwyler, der zweimal eine Zeitstrafe einstecken musste, hatte seine Abwehrreihe gut im Griff. Pilatus fand kein Mittel, um erfolgreich den Ball ins gegnerische Netz zu bringen. Im Angriff war die Mannschaft nicht immer bei der Sache, zu locker und legere ging man mit Chancen um.

Sieg nie in Gefahr

Die Endinger gingen sicher und schnell in Führung, die sie sich nie nehmen liessen. Beim Zwischenstand von 3:9 versuchte Pilatus, das Team zusätzlich zu motivieren, doch die Gäste aus dem Surbtal hatten zu diesem Zeitpunkt schon Tempo aus dem Spiel genommen, um möglichst kräfteschonend den Sieg nach Hause zu bringen. Pilatus gelang es nie, das Blatt zu wenden.

Armin Sarac, der den verletzten Nemanja Sudzum ersetzte, liess ab und zu seine Spielübersicht aufblitzen. Dario Ferrante parierte bereits den ersten Strafwurf, stand richtig, wurde aber auch nicht ernsthaft geprüft. Kurz vor der Pause musste er dann ungewöhnlich oft hinter sich ins Netz greifen, denn bei seinen Vorderleuten hatten sich Konzentrationsschwächen aufgetan. Pilatus glückten in Folge vier erfolgreiche Gegenstösse hintereinander, bei denen die Endinger praktisch nur zuschauten.

Chancenverwertung ausbaufähig

Das Pausenergebnis von 8:16 konnte nicht darüber hinweg täuschen, dass im Angriff nicht das Optimum herausgeholt worden war. Die Chancenauswertung liess oft zu wünschen übrig. Einzig Jonathan Knecht brillierte ähnlich stark und spielfreudig wie im letzten Heimspiel, ihm gelangen Tore aus allen Situationen heraus.

Auch in der zweiten Spielzeit dominierten die Endinger das Geschehen. Drei erfolgreiche Gegenstösse zu Beginn liessen den Luzernern keine Chance. Der zur Pause eingewechselte Christian Amrein im Tor musste mehr Gegentreffer hinnehmen, zeigte aber gleichzeitig, dass er über gute Reflexe verfügt. Die SG Pilatus kämpfte verbissen um jeden Ball und musste sich beim Abpfiff mit 21:33 endgültig geschlagen geben.

Zufriedene Gesichter

Jonathan Knecht strahlte nach Abpfiff und war mit sich und der Welt zufrieden. Torschützenkönig gleich zweimal hintereinander sei wirklich ein gutes Gefühl, so Knecht. «Ich wurde durch das Team aber immer gut in Szene gesetzt. Der Ball ist immer gut gelaufen und ich konnte einfache Tore erzielen». Auf die Schwächen angesprochen gab Knecht an, dass die Hängerminuten vor der Pause nicht gegen den Derbyrivalen Baden vorkommen dürften. «Das dürfen wir uns nicht mehr leisten.»

Trainer Szilagyi zeigte sich zufrieden mit dem Ausgang des Spiels, nicht aber mit der Leistung, die über die sechzig Minuten erbracht worden war. «Ich habe mir gewünscht, dass die Mannschaft von Beginn an 100% konzentriert auf dem Platz steht. Ich wollte die jungen Spieler schon viel früher spielen lassen.»

SG Pilatus - TV Endingen 21:33 (8:16)

 Luzern, Maihof Sporthalle, 145 Zuschauer, SR Abalo/Maurer

SG Pilatus: Schnyder, Wenger; Bäni, Bucher (1), Büchler (1), Bühler (4), Gautschi (1), Gnos (2), Hermann (4), Huber (1), Riederer (5), Studer (2)

TV Endingen: Ferrante, Amrein; Baumann (2), Huwyler, Knecht (9), Kündig (1), Pejkovic (3), Riechsteiner Ch. (7), Riechsteiner L. (4), Sarac (1), Schubnell (3), Wildi (3).