Handball
Der TV Endingen duelliert die Lakers aus Stäfa um den Aufstieg

Endingen kämpft am Samstag um 18 Uhr im Tägi in Wettingen gegen Stäfa um den Aufstieg in die Nationalliga A. Ein Duell mit ungleichen Vorzeichen.

Alexander Wagner
Merken
Drucken
Teilen
Der Birsfelder Severin Kaiser ist beim TV Endingen zum Leistungsträger gereift – aus der Nachwuchs-Nati ist er zurückgetreten.

Der Birsfelder Severin Kaiser ist beim TV Endingen zum Leistungsträger gereift – aus der Nachwuchs-Nati ist er zurückgetreten.

Otto Luescher(Umlaut)

Kurzzeitig durften die Surbtaler vom direkten Aufstieg träumen. Doch es kam anders. Und noch vieles mehr kam ganz anders als gedacht oder geplant. Nach dem Schwächeanfall von Cheftrainer Zoltan Cordas sprang Michael Spuler in die Bresche.

Er wird zusammen mit Martin Pauli die Mannschaft in den beiden Barrage-Partien gegen Stäfa betreuen. «Doch das braucht auch eine gewisse Nähe zu den Spielern», weiss Spuler, der schon in der 1. Liga trainierte und in der Nationalliga B als Assistent unter Daniel Zobrist agierte.

So wird er sich genau mit Martin Pauli absprechen, der sich nach wie vor auch um die Keeper kümmert. Und um die Inputs vom Feld zu erhalten, verlässt er sich auf seinen Captain Christian Riechsteiner.

Selbst Präsident Werner Locher, der früher das Fanionteam trainierte, war bei der Analyse des Gegners sehr aktiv.

So kann sich die Mannschaft auf ein ganzes Team im Rücken verlassen. Und als es der Gesundheitszustand von Zoltan Cordas zuliess, sassen auch alle zusammen um jegliche taktischen Finessen zu besprechen.

«Das Hauptproblem ist, dass jemand anders den Game Plan für diese Mannschaft gemacht hat. Dies versuche ich jetzt so gut wie möglich weiterzuverfolgen», betont Spuler.

Routine gegen Kollektiv

Eigentlich haben die Endinger nichts zu verlieren. Das Team bleibt weitgehend zusammen, auch wenn der Aufstieg nicht gelingt. «Die Stärke von Endingen ist sicherlich das Kollektiv», ist Stäfas Trainer Markus Jud überzeugt.

Doch die Zürcher bringen die Erfahrung von vier NLA-Saisons mit und sind das Tempo und die Intensität des Oberhauses gewohnt. Zudem können sie auf einige sehr erfahrene Spieler zurückgreifen.

Die Favoritenrolle weisst er bedingt von sich: «Favorit schon, aber nicht der klare. Die NLB war wohl noch nie so stark wie diese Saison», ist Jud überzeugt. Fast gleich sieht Pauli die Ausgangslage: «Individuell ist Stäfa klar besser. Doch als Mannschaft sind wir stärker», ist der Goalie-Experte überzeugt.

Mannschaft noch näher zusammengerückt

Für Spuler ist der Auftritt seines neuen Teams ausschlaggebend: «Relevant ist nur, dass wir unsere Leistung abrufen können.» Wie das nach den ganzen Ereignissen der letzten Tage gelingen wird, zeigt sich am Samstag ab 18 Uhr im Tägi in Wettingen. Sicher ist nur, dass der TV Endingen noch näher zusammengerückt ist und jeder für den anderen da ist. «So etwas habe ich noch wie erlebt. Das gibt es nur in Endingen», ist Pauli überzeugt, der schon sehr lange im Handballgeschäft dabei ist.