Im Gegenzug wurde Thomsen bei seinem ersten Foul direkt mit 2-Minuten taxiert. Diese etwas skurrilen Entscheidungen der Unparteiischen standen am Start einer ganz komischen Partie, bei welcher alle Beteiligten nicht ganz auf der Höhe der Sache schienen. Altdorf starte dabei stärker in die Begegnung und konnten vor allem durch Vorobjovas und Flügel Auf der Maur immer wieder Tore erzielen. Bei Birsfelden passte nicht viel zusammen.

In Minute 19 beim Stand von 11:6 für das Heimteam zog Birsfeldens Coach Reichmuth zurecht mit einem Timeout die Reissleine. Unter anderem beorderte er den Dänen Thomsen, welcher ein Totalausfall war, auf die Bank. Nur wenig später fand auch Birsfeldens ungarischer Topscorer, Schmid, den Weg auf die Bank. Auch er zog einen ganz schwachen Abend ein und wurde fortan fast ausschliesslich nur noch für die 7-Meter eingesetzt. Mit der neuen Rückraumachse Sebele, Reichmuth und Müller machte sich der TVB dann auf die Aufholjagd. Mit dem Stand von 14:11 zur Halbzeit konnte der Schaden noch in Grenzen gehalten werden.

Rückstand konnte reduziert werden

In der zweiten Halbzeit konnte dann der TVB den Rückstand bis in Minute 42 auf 1 Tore (20:19) reduzieren. Dies lag nicht nur an der Leistungssteigerung der Gäste sondern auch am exponentiellen Abbau des Heimteams. Vorbjovas, welcher in der ersten Halbzeit noch gut aufspielte, schloss sich in Sachen technischer Fehler und Fehlwürfe seinem litauischen Landsmann Kasmauskas an (1 Tor aus 7 Versuchen).

Auch der kroatische Spielertrainer und Ligatopscorer Obad konnte nur vom 7-Meter-Punkt überzeugen. Nach 54 Minuten und vieler beidseitigen Geschenke war es dann soweit, der TVB ging erstmals mit 24:25 in Führung. Diese war jedoch nur von kurzer Dauer. Als eine Minute vor Schluss Birsfeldens Butt am gegnerischen Torwart Amrein scheiterte, dachten viele nun liegt der letzte Abschluss beim Heimteam aus Altdorf. Der gegnerische Trainer nahm auch noch sein Timeout, um den Plan für den letzten Spielzug zu kommunizieren.

Dass dann aber ausgerechnet Altdorfs Spielertrainer Obad schon 10 Sekunden vor Ende der Partie einen nicht zwingenden Abschluss nahm, welcher Birsfeldens Torwart Kühner zu parieren wusste, passte irgendwie in die Partie. Somit hatte Birsfeldens Coach Reichmuth seinerseits nochmals die Möglichkeit mit einem Timeout seine Leute zu instruieren.

Leider blieb auch dieser letzte Abschluss der Birsfelder im Block der Verteidigung hängen, sodass sich die beiden Teams mit einem Unentschieden von 26:26 trennten. Keine Glanzleistung beider Teams, jedoch ist ein Punkt beidseitig besser als kein Punkt.